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Enge Vertraute von Merkel Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden

  • Angela Merkel schlägt die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Generalsekretärin der CDU vor.
  • Wird diese am Parteitag vom 26. Februar gewählt, folgt sie auf Peter Tauber, der das Amt aus Krankheitsgründen aufgibt.
  • Kramp-Karrenbauer gilt als enge Vertraute von Merkel.
  • Mit ihrem Personalentscheid setzt Merkel ein klares Signal in der ihr eigenes Amt betreffenden Nachfolgedebatte.
Annegret Kramp-Karrenbauer in Nahaufnahme.
Legende: Annegret Kramp-Karrenbauer stand Merkel insbesondere während der Flüchtlingskrise zur Seite. Keystone

Im Vorfeld der Nomination habe sie sich mit Annegret Kramp-Karrenbauer darüber unterhalten, wie die Ministerpräsidentin «eine stärkere Rolle auf der Bundesebene» spielen könnte, sagte Kanzlerin Merkel nach Sitzungen des CDU-Präsidiums und des Parteivorstands.

Die Idee zur Übernahme des Postens der Generalsekretärin sei von Kramp-Karrenbauer selbst gekommen.

Die erste Frau in Merkels Amtszeit als CDU-Chefin

Kramp-Karrenbauer wäre nach sechs männlichen Generalsekretären die erste Frau in diesem Amt seit Merkel vor knapp 18 Jahren.

Sie soll bereits auf dem Parteitag am 26. Februar in Berlin gewählt werden, bei dem die CDU über den Koalitionsvertrag mit den Sozialdemokraten abstimmen soll.

Wann Kramp-Karrenbauer ihr neues Amt antreten wird und ihr Regierungsamt in Saarbrücken abgibt, blieb zunächst unklar.

Kramp-Karrenbauer soll deutschlandweit bekannter werden

Die Saarländerin ist für einen sachlich-analytischen Politikstil und ihre unaufgeregte Art bekannt. Seit 2010 sitzt Kramp-Karrenbauer im CDU-Bundespräsidium. Sie gilt als mögliche Nachfolgerin Merkels im Parteivorsitz und als Kanzlerin.

Bei der Landtagswahl im Saarland Ende März hatte Kramp-Karrenbauer ihrer Partei trotz des Wirbels um den damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz einen klaren Sieg gesichert.

Im Laufe der Koalitionsverhandlungen war bereits über einen Wechsel der Saar-Regierungschefin als Ministerin nach Berlin spekuliert worden. Hintergrund ist, dass Kramp-Karrenbauer aus Sicht der engsten Parteispitze vor einer möglichen Kandidatur als Merkel-Nachfolgerin deutschlandweit bekannter werden soll.

Amtierender Generalsekretär ist krank

Der 43-jährige Peter Tauber wollte in den CDU-Spitzengremien am Vormittag seinen Rückzug als Generalsekretär erklären. Damit will der längere Zeit erkrankte Politiker ermöglichen, dass schon auf dem Parteitag am 26. Februar ein Nachfolger gewählt werden kann.

Tauber war seit Dezember 2013 Parteimanager, eigentlich ist er bis Dezember gewählt.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Sie ja auf einer Fasnachtsveranstaltung als Putzfrau aufgetreten ist, braucht halt Merkel sie, damit sie dann auch hinter ihr herwischen kann. Und es kommt häufiger vor, dass Putzfrauen sehr viel mehr mitbekommen als man denkt & dadurch dann oft zu engen Vertrauten der Hausherrin werden. Motto dann ist:" Das bleibt aber bitte unter uns." ;-)
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  • Kommentar von Harald Wilde (Harald Wilde)
    Eingedenk des sich in vielen anderen Beiträgen zum Verhältnis Schweiz-EU widerspiegelnden Inferioritätskomplexes gegenüber der EU tönt der Begriff "Zwerg-Saarland" mehr als schauderhaft! Kulturelle Sensibilität ist keine Einbahnstraße.
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  • Kommentar von Armin Spreter (aspre)
    Die Überlegung "Lieber im Saarland die Erste als in Berlin die Zweite" würde ihr besser zu Gesicht stehen. In Berlin wird absoluter Gehorsam von ihr erwartet, was in der Vergangenheit nicht immer ihr Ding war.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Ich kenne Frau Kramp-Karrenbauer nicht. Aber was Gehorsam betrifft, kann es auch mal gut sein, sich gegenüber Entscheiden aufzulehnen. Wäre gut nicht nur nach einer Pfeife zu tanzen in der Politik. Das nur zum Wort Ungehorsam Herr Spreter.
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    2. Antwort von Armin Spreter (aspre)
      Ihre Ansicht teile ich mit Ihnen vollkommen, Fr. Wüstner. Sieht man sich aber die größere Vergangenheit an, so haben alle, die sich gegen Merkelsche Politik oder Ansicht gestellt haben, letztlich die Quittung bekommen. Jüngstes Beispiel ist Jens Spahn. Fröhliche Fasnachtstage!
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