Das ist passiert: Am Mittwochabend wurde Venezuela von zwei starken Erdbeben erschüttert. Das erste Beben hatte eine Stärke von 7.2 und das zweite Beben wurde mit 7.5 gemessen, teilt das U.S. Geological Survey mit. Innerhalb von weniger als einer Minute erschütterten die Beben Venezuela. Die Beben gehören zu den stärksten, die Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert heimgesucht haben.
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Bild 1 von 8. Zwei schwere Erdbeben in Venezuela haben einen landesweiten Notstand ausgelöst. Bildquelle: REUTERS/Leonardo Fernandez Viloria.
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Bild 2 von 8. Rettungskräfte suchen unter den Trümmern nach vermissten Personen. Bildquelle: REUTERS/Leonardo Fernandez Viloria.
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Bild 3 von 8. Gebäude wurden stark beschädigt und stürzten teilweise komplett ein. Bildquelle: AP Photo/Pedro Mattey.
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Bild 4 von 8. Auch der Zugverkehr wurde eingestellt und der Flughafen Caracas wegen Schäden geschlossen. Bildquelle: Keystone/JAVIER CAMPOS.
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Bild 5 von 8. Mehrere Staaten haben Hilfe zugesagt und bereiten Rettungs- sowie Hilfseinsätze vor. Bildquelle: Keystone/ARIANA CUBILLOS.
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Bild 6 von 8. Auch die Millionenstadt Caracas ist betroffen, obwohl sie nicht besonders nah am Epizentrum, sondern mehr als 150 Kilometer davon entfernt war. Bildquelle: Keystone/JAVIER CAMPOS.
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Bild 7 von 8. In der Küstenstadt La Guaira haben die Behörden ein behelfsmässiges Spital eingerichtet. Bildquelle: Reuters/Maxwell Briceno.
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Bild 8 von 8. Ein Team von 80 Spezialistinnen und Spezialisten der Rettungskette Schweiz mit acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial fliegt in der Nacht auf Freitag ab Zürich nach Caracas. Bildquelle: SRF.
Das ist das Epizentrum: Der Kern des ersten Bebens am Mittwoch um 18:04 Uhr (Ortszeit; 00:04 MESZ Donnerstag) lag den Angaben zufolge 24 Kilometer östlich von San Felipe entfernt im Nordwesten des südamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21.9 Kilometern. Das zweite Erdbeben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich. Wegen der geringen Tiefe dürften die Auswirkungen des zweiten Bebens grösser sein. Die Millionenstadt Caracas lag dabei nicht besonders nah am Epizentrum, sondern mehr als 150 Kilometer östlich davon.
Das ist das Ausmass: Die US-Geologiebehörde USGS rechnet mit massiven Zerstörungen und schätzt die Zahl der möglichen Todesopfer auf 10'000 bis 100'000. In Caracas sowie in mehreren Bundesstaaten im Norden kam es zu Schäden, wie die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez sagte. «Es gibt Bundesstaaten, die besonders betroffen sind», sagte Rodríguez, darunter La Guaira. Es habe bereits 20 Nachbeben gegeben. Gemäss Rodríguez liegt die Zahl der Todesopfer mittlerweile bei 235. Rund 4300 weitere Personen wurden verletzt.
So reagiert die Politik: Die Regierung hat den Notstand ausgerufen. Präsidentin Delcy Rodríguez sprach von einem «Vorfall mit schwerwiegenden Folgen». Priorität hätten nun die Rettungsarbeiten, sagte Rodríguez. Der Schulunterricht werde ausgesetzt, der Zugverkehr eingestellt. Auch der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas habe wegen Schäden den Betrieb eingestellt. Rodríguez stellte zudem einen Wiederaufbaufonds von 200 Millionen Dollar in Aussicht. Innenminister Diosdado Cabello rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten, warnte der Minister.
Internationale Hilfe: Verschiedene Länder haben Venezuela bereits Hilfe zugesagt. Darunter Brasilien, die Dominikanische Republik, die USA und die Niederlande. Auch die Schweiz hat ihre Unterstützung angeboten, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Ein Team von 80 Spezialistinnen und Spezialisten mit acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial ist auf dem Weg nach Caracas. Die Ankunft in Caracas ist für 10 Uhr Ortszeit vorgesehen. Die Rettungskette Schweiz würde nach ihrer Ankunft die Vorbereitungen für ihren Einsatz in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden aufnehmen, hiess es weiter. Ihr Auftrag bestehe darin, nach Erdbebenopfern in den Trümmern zu suchen, sie zu bergen und zu retten.
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Bild 1 von 5. Die Mitglieder des Rettungskorps treffen beim Rega-Hangar ein. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 5. Die Einsatzkräfte erhalten ihre Instruktionen. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 5. Rettungsmaterial sowie Ausrüstung werden bereitgestellt. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 5. Am Mobilmachungsplatz sammelt sich Material an. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 5. Die Rettungskräfte erhalten vor der Abreise medizinische Checks. Bildquelle: SRF.
Solidarität der Oppositionsführerin: Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin María Corina Machado, die sich derzeit nicht in Venezuela aufhält, schrieb auf der Plattform X: «Mein Herz, meine unendliche Umarmung und meine Gebete gelten in diesen Stunden der Not jeder venezolanischen Familie. Mögen Stärke, Ruhe und Solidarität in dieser schwierigen Zeit unter uns herrschen.»