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Erdbeben erschüttern Venezuela Präsidentin Delcy Rodríguez ruft den Notstand aus

  • Am Mittwochabend wurde Venezuela von zwei starken Erdbeben erschüttert.
  • Das erste Beben hatte eine Stärke von 7.2 und das zweite Beben wurde mit 7.5 gemessen, teilt das U.S. Geological Survey mit. Innerhalb von weniger als einer Minute erschütterten die Beben Venezuela.
  • Die Beben gehören zu den stärksten, die Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert heimgesucht haben.
  • Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat den Notstand ausgerufen.

«Wir haben es mit einer äusserst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. In mindestens sieben Bundesstaaten sowie in Caracas sei das Beben zu spüren gewesen..

Einige Gebäude seien eingestürzt. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten, warnte der Minister. Um Explosionen zu verhindern, hätten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen.

Eine Person geht nachts über Trümmer von eingestürzten Gebäuden.
Legende: Das zweite Erdbeben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich vom ersten Erdbeben. AP Photo/Adrian Naranjo

Epizentrum östlich von San Felipe

Das Epizentrum des ersten Bebens am Mittwoch um 18:04 Uhr (Ortszeit; 00:04 MESZ Donnerstag) lag den Angaben zufolge 24 Kilometer östlich von San Felipe entfernt im Nordwesten des südamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite Erdbeben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich.

Die Millionenstadt Caracas lag dabei nicht besonders nah am Epizentrum, sondern mehr als 150 Kilometer östlich davon.

Notstand ausgerufen

Die Regierung hat den Notstand ausgerufen. Das kündigte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Ansprache an. Sie sprach von einem «Vorfall mit schwerwiegenden Folgen».

Genaue Angaben zum Ausmass der Schäden oder zu Opferzahlen machte sie nur wenige Stunden nach den Beben zunächst nicht. Priorität hätten nun die Rettungsarbeiten, sagte Rodríguez. Der Schulunterricht werde ausgesetzt, der Zugverkehr eingestellt. Auch der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas habe wegen Schäden den Betrieb eingestellt.

Nobelpreisträgerin Machado drückt ihre Solidarität aus

Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin María Corina Machado, die sich derzeit nicht in Venezuela aufhält, schrieb auf der Plattform X: «Mein Herz, meine unendliche Umarmung und meine Gebete gelten in diesen Stunden der Not jeder venezolanischen Familie. Mögen Stärke, Ruhe und Solidarität in dieser schwierigen Zeit unter uns herrschen».

SRF 4 News, 25. Juni 2026, 3 Uhr ; 

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