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Legende: Video Atomunfall in Russland abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.08.2019.
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Erhöhte Radioaktivität Sieben Tote nach Explosion auf russischem Militärgelände

  • Im Norden Russlands ist bei einem missglückten Test auf einem Militärgelände offenbar Radioaktivität freigesetzt worden.
  • Bei dem Unfall starben nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA sieben Personen.
  • Zum Unglück sei es nach Angaben der russischen Atombehörde Rosatom beim Probelauf eines Raketenmotors für flüssigen Treibstoff gekommen.

Neben den Toten habe es auch mehrere Verletzte gegeben, hiess es weiter. Eine Bucht am Weissmeer sei teilweise für die Schifffahrt gesperrt worden. Der Vorfall hatte sich dem RIA-Bericht zufolge bereits am Donnerstag ereignet.

Eine Sprecherin der in der Region liegenden Stadt Sewerodwinsk hatte zuvor in einer mittlerweile gelöschten Stellungnahme erklärt, bereits am Donnerstag sei erhöhte Radioaktivität gemessen worden.

Nach Medienberichten haben sich Anwohner in der Umgebung des Raketentestgeländes mit Jod eingedeckt. In mehreren Apotheken der beiden Hafenstädte Archangelsk und Sewerodwinsk sei Jod, das bei radioaktiver Verstrahlung helfen kann, bereits ausverkauft.

Karte vom russischen Sewerodwinsk.
Legende: Zu der Explosion kam es offenbar beim Test eines neuartigen Triebwerks auf dem Übungsgelände im russischen Sewerodwinsk. Keystone

Triebwerk mit Atomenergie?

Ankit Panda vom Verband Amerikanischer Wissenschaftler sagte, bei der Explosion eines mit flüssigen Brennstoff angetriebenen Raketentriebwerks werde keine Radioaktivität freigesetzt. Er nehme an, es habe einen Unfall mit einem mit Atomenergie betriebenem Triebwerk gegeben. Auch ein zweiter von Reuters befragter US-Experte vertrat diese Ansicht.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte im März 2018 eine neue Generation von Marschflugkörpern angekündigt. Sie seien bereits 2017 getestet worden, hätten eine unbegrenzte Reichweite und seien unangreifbar für alle existierenden Raketenabwehrsysteme.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die weltweite radioaktive Ver-Strahlung seit Jahrzehnten, schädigt, tötet seit vielen Jahren, sukzessive das gesamte Leben auf der Welt. Tonnenweise Chemie für Industrien und industrialisierte Landwirtschaft, Medizin tut dies ebenfallls seit Jahrzehnten. Der Mensch bringt die eigene Lebennsgrundlage und damit sich selbst sukkzessive um und ist damiit das überflüssigste Lebewesen.
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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Immer herzig derjenige der einer Atommacht mit ein paar zusätzlichen Schützenpanzern in der Schweiz begegnen möchte. Sie, Hr. Häberli, arbeiten ja vielleicht gerne für die Aufrüstung, ich hingegen möchte mein Steuergeld sinnvoll investiert haben. Zum Beispiel in bessere Politik, damit keine Aufrüstung notwendig ist? Klingt das machbar?
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    1. Antwort von Matthias Badertscher  (Matthias Badertscher)
      Nein das ist nicht machbar. Das Parlament analysiert die Risiken und gibt der Armee die entsprechenden Aufträge. Dafür braucht die Armee dann sinnvolles Material. Es ist und bleibt ein teures notwendiges Übel.
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    2. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Matthias Badertscher, dann müssten wir schon seit Jahrzehnten keine Armee mehr haben, weil es keine militärische Bedrohung gibt..?
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  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Das ist kein Militärschrott, sondern Teil eines Top-Secret Prestige-Waffensystems, das offensichtlich unter ernsthaften Problemen leidet (oder Sabotage). Mit atomgetriebenen Triebwerken haben die Amerikaner schon in den 1950er Jahren experimentiert und sind wegen der Gefährlichkeit wieder davon abgekommen. Der Vorteil liegt eben darin, dass es keine Brennstoffbeschränkung und Reichweitenbegrenzung gibt.
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