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International Erneut Tote in der Ostukraine vor Beginn der Waffenruhe

Ab Mitternacht sollen die Waffen in der Ostukraine schweigen – so sehen es zumindest die in Minsk getroffenen Vereinbarungen vor. Bislang aber wird weiter gekämpft. Mehrere Menschen starben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Osten der Ukraine sollen ab Mitternacht die Waffen schweigen. Bislang wird aber weiter gekämpft. Es gab erneut Tote.
  • Russland bringt überraschend einen Resolutionsentwurf im UNO-Sicherheitsrat ein, der an die Konfliktparteien appelliert, sich an die Waffenruhe zu halten.
  • Auch die G-7 mahnen alle Beteiligten, sich an die Vereinbarungen des Minsker Gipfels zu halten.

Wenige Stunden vor Beginn der vereinbarten Waffenruhe wird in der Ostukraine weiter gekämpft. Nach Angaben der ukrainischen Armee dauert die Offensive der prorussischen Separatisten unvermindert an.

«Die Rebellen versuchen, noch vor Mitternacht ihre taktischen Pläne umzusetzen und Gelände unter ihre Kontrolle zu bringen», sagte ein Militärsprecher in Kiew.

Kämpfe um Debalzewe

Umkämpft ist demnach nach wie vor die Kleinstadt Debalzewe – ein Verkehrsknotenpunkt, der genau zwischen zwei von den Separatisten kontrollierten Gebieten liegt. Hätten die Rebellen ihn unter Kontrolle,
verfügten sie über eine direkte Verbindung zwischen ihren Hochburgen Donezk und Luhansk.

In den vergangenen 24 Stunden habe es bei Debalzewe rund 120 Angriffe der Rebellen gegeben, hiess es vom ukrainischen Militär. In dem Zeitraum seien sieben Soldaten getötet und 23 verletzt worden.

Legende: Video Peter Gysling: "Kämpfe werden weitergeführt" abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.02.2015.

Feuerpause ab Mitternacht

Eigentlich sollen im Osten der Ukraine ab Mitternacht (23.00 Uhr MEZ) die Waffen schweigen. So hatten es die Konfliktparteien beim Gipfel in Minsk am Donnerstag vereinbart. Die Waffenruhe ist Teil des Friedensplans, der dort verabschiedet wurde.

Die Erwartungen an die Waffenruhe sind hoch: Sie gilt als eine der letzten Möglichkeiten, die seit Monaten tobenden Kämpfe im Osten der Ukraine zu beenden.

Russischer Vorstoss im UNO-Sicherheitsrat

Russland brachte am Freitagabend überraschend einen Resolutionsentwurf im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein, mit dem die Konfliktparteien zur Einhaltung der in Minsk getroffenen Vereinbarungen aufgerufen werden.

Nach Angaben der russischen Agentur Itar-Tass könnte über diesen Entwurf möglicherweise schon am Sonntag, wenige Stunden nach Inkrafttreten der Waffenruhe, abgestimmt werden.

Legende: Video Hoffen und Bangen in den umkämpften Gebieten abspielen. Laufzeit 2:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.02.2015.

Weitere Waffenlieferungen?

Die USA warfen Russland unterdessen vor, eine weitere Waffenlieferung an die prorussischen Separatisten zu planen. Russland habe entlang der Grenze eine grosse Lieferung von Nachschub vorbereitet, sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums. «Das ist eindeutig nicht im Geist der Vereinbarung dieser Woche.» Alle Beteiligten seien angesichts der geplanten Waffenruhe zu Zurückhaltung aufgerufen. Russland bestreitet, den Aufständischen mit Waffen zur Seite zu stehen.

23 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    "Die USA wirft Russland vor weitere Waffenlieferungen an die Separatisten zu planen", sind die Fragen erlaubt: Hat ihnen das ein kleines grünes Mars-Männchen ins Öhrchen geflüstert? Und in welches Krisengebiet auf der Welt liefert Amerika mittlerweile keine Waffen? Die sind doch mittlerweile Drahtzieher in jedem Konflikt. Wo haben die nicht ihre Finger drin. Die Welt hüte sich vor diesen falschen Propheten, welche sich als Retter der Menschen darstellen.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Poroschenko und Jazenjuk sollten Abdanken, denn sie reiten ein totes Pferd. Mit einer politischen Neuausrichtung und Führung sollte ein weiteres Bluvergiesses möglich sein. Aber wenn Friedensnobelpreisträger B. Obama der auf "Vox" sein Demokratieverständnis zum Besten gab: "Wir müssen Gewalt anwenden, wenn Länder nicht das machen, was wir wollen"!!! Dann wirds wohl nix.
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    1. Antwort von Urs Keller, Binningen
      sorry, solte heissen : sollte die VERMEIDUNG von weiterem Blutvergiessen möglich sein.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Der Friedensnobelpreisträger Obama, trägt statt des Frieden jetzt das Vampir-Virus in sich. Einmal Blut geleckt, muss er es immer wieder tun. Ist wie eine Droge. Und unter Drogen werden Menschen unberechenbar. Obama ist ein gutes Beispiel dafür. Einfach grässlich & völlig irre, was er da von sich gibt. Gott bewahre uns vor Menschen wie Obama.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Brandneu sind die Kommentare und Aktionen aus den USA dabei hat der Friedensnobelpreisträger B. Obama in dieser Sache wohl den Vogel abgeschossen als er auf "Vox" sein Demokratieverständnis zum Besten gab: "Wir müssen Gewalt anwenden, wenn Länder nicht das machen, was wir wollen"!!! Schon verlegen die USA zwölf Erdkampfflugzeuge inkl 300 Airmen in die Ukraine . Auch findet der ukrainische Aussenminister Gefallen an der Idee der USA und stellt sich gegen Merkels Friedensinitiative.
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