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Erneute Massenentführung Bewaffnete verschleppen hunderte Schüler in Nigeria

  • Bewaffnete haben im afrikanischen Staat Nigeria am Mittwoch erneut Schülerinnen und Schüler verschleppt. Die Hintergründe sind noch unklar.
  • Ein Schüler kam nach inoffiziellen Angaben aus Regierungskreisen ums Leben. Laut der Nachrichtenagentur AFP wurden hunderte Schulkinder entführt, gemeinsam mit Lehrern und Familienmitgliedern. Die Zahlen sind noch nicht bestätigt.
  • Bereits vor zwei Monaten wurden hunderte Schulkinder von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram entführt.

Der Überfall hatte sich am frühen Morgen im zentralen Bundesstaat Niger ereignet. Bewaffnete hätten eine weiterführende Schule angegriffen und eine Massenentführung durchgeführt, sagte der Sprecher des Gouverneurs des Bundesstaates gegenüber Reuters.

Anwohnerinnen und Anwohnern zufolge stürmten die uniformierten Angreifer mit Sturmgewehren das Wissenschaftskolleg im Bezirk Kagara gegen 2 Uhr morgens, überwältigten die Sicherheitskräfte der Schule und entführten mehrere Schüler.

Mehrere ähnliche Überfälle

Bereits vor knapp zwei Monaten hatte die islamistische Terrorgruppe Boko Haram im nördlich gelegenen nigerianischen Bundesstaat Katsina mehrere hundert Schulkinder entführt. Sie wurden eine Woche später aber wieder freigelassen. Ob Lösegeld gezahlt wurde, blieb unklar.

Boko Haram hat ähnliche Überfälle schon mehrfach verübt. Im April 2014 entführte die Terrorgruppe aus einer Schule in Chibok im Bundesstaat Borno 267 Mädchen. Viele von ihnen gelten bis heute als vermisst. Die Tat hatte international für Entsetzen gesorgt und eine von vielen Prominenten unterstützte Solidaritätskampagne für die Freilassung der Mädchen ausgelöst.

Seit 2012 wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hunderte Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Lehrpersonen getötet oder verwundet. Viele der verschleppten Jungen müssen demnach als Kindersoldaten tätig werden.

SRF 4 News, 17.02.2021, 12 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    Immer wieder traurig zu lesen was Menschen mit anderen Menschen machen.
    Zeigt aber auch, dass es nicht nur liebe Menschen gibt, darum ist es auch wichtig das man kontrolliert wer zu uns ins Land kommt.
    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Immer wieder Traurig zu lesen das Ausländer Feindlichkeit offenbar als etwas Gutes Dargestellt werden soll wenn man einige Kommentatoren liest. Im Bericht geht es um eine Extreme Organisation und nicht um Nigerianer aber einigen ist jedes Mittel recht sei es noch so Absurd gegen andere zu Hetzen.