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Pilgerinnen und Pilger.
Legende: Keystone
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Erstmals seit Jahrzehnten Sikhs dürfen über indisch-pakistanische Grenze pilgern

  • Erstmals seit Jahrzehnten sind Angehörige der Glaubensgemeinschaft der Sikhs aus Indien über die Grenze nach Pakistan gepilgert.
  • Sie besuchten dort den Schrein ihres Religionsgründers Guru Nanab.
  • Die Regierungschefs der beiden Länder, Imran Khan und Narendra Modi, hatten für die Pilger einen neuen Grenzkorridor eröffnet.

Als «historisch» bezeichnete Pakistans Ministerpräsident Imran Khan diesen Schritt. Khan und Indiens Premierminister Narendra Modi hatten den Korridor auf beiden Seiten der Grenze eingeweiht.

Modi zog einen Vergleich zum Mauerfall in Berlin: «Der 9. November war der Tag, an dem die Berliner Mauer fiel und sich zwei gegnerische Seiten zusammenschlossen. Heute haben wir auch die Öffnung des Kartarpur- Sahib-Korridors in Zusammenarbeit mit Indien und Pakistan gesehen.»

Abkommen trotz Spannungen

Inmitten von Spannungen um die umstrittene Region Kaschmir unterzeichneten die beiden Länder Ende Oktober ein Abkommen für die Eröffnung des Grenzkorridors. Er soll helfen, die zerrütteten Beziehungen zu verbessern.

Indien und Pakistan haben drei Mal Krieg gegeneinander geführt und sind bis heute verfeindet. Pakistan hatte die diplomatischen Beziehungen zu Indien erheblich eingeschränkt, nachdem Anfang August Neu Delhi der indisch-kontrollierten Region Kaschmir den Sonderstatus entzogen hatte. Islamabad beansprucht die Region auch.

Video
Aus dem Archiv: Indien hebt den Sonderstatus für Kaschmir auf
Aus Tagesschau vom 05.08.2019.
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Indischer Ex-Premier unter den Pilgern

Unter den ersten Pilgern, die die Grenze überquerten, war der frühere indische Premierminister Manmohan Singh, selbst ein Sikh. Die Öffnung werde dazu beitragen, Vertrauen zwischen beiden Ländern aufzubauen, sagte er. Rund 12'000 Sikhs aus 68 Ländern nahmen an der Zeremonie teil, darunter auch Gäste aus den USA, Kanada, Australien und Grossbritannien.

Der neue Korridor verbindet den pakistanischen und den indischen Punjab. Der Wanderprediger Guru Nanak Dev gründete dort im 15. Jahrhundert die monotheistische Religion. In Kartarpur Sahib verbrachte er die letzten 18 Jahre seines Lebens und starb auch dort. Derzeit gibt es weltweit rund 27 Millionen Sikhs, die meisten von ihnen leben in Indien.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    KRIEGE waren (fast) immer mit Religionen verbunden. Je ärmer die Menschen umso stärker die Flucht in Religionen. Dort nehmen sich Radikalisten diesen Menschen an und manipulieren diese dann für ihre Zwecke.
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    1. Antwort von Mark De Guingois  (MDG)
      Oft sind Religionen nur Ausreden. Und in Europa sind Kriege aus ganz anderen Religionstypen entstanden. Marxism, Faschismus und andere Ideale wurden genannt. Meistens ist Angst die Mutter alle Kriege. Angst seine Freiheit zu verlieren oder Angst sein Besitz zu verlieren. Oder das was man gestolen hat.
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Guru Nanak war in eine hinduistische Familie geboren, sein Spruch, ich bin kein Hindu ich bin kein Muslime es gibt nur Geschöpfe Gottes, zeigt seine Einstellung, er war gegen Kasten und Priestertum und für das praktische Leben, trotzdem, jeder Sikh(Schüler) lebt nach klaren Regeln. Fünf Dinge sollte ein Sikh besitzen und tragen, die 5 Karkas. Wie lange Haare, einen Kamm, einen Armreif einen kleine Dolch usw. Regeln, immer diese Regeln. Na ja.
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Plasphemie nehme ich nicht so ernst, denn meistens sind es Radikale die Gott für, ihre Zwecke ideologisieren, trotzdem sind es oft Kleinigkeiten die die Menschen verletzen, nicht nur religiöse Menschen. Der Gründer der Sikh Religion heisst Guru Nanank. Es eine Mischung aus Hinduismus und Muslimgedanken mit eigenen Werten.
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