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EU-Kommission Die europäischen Sozialdemokraten nominieren Timmermans

Legende: Video Timmermans soll Nachfolger von Juncker werden abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.12.2018.
  • Die Europäischen Sozialdemokraten haben den früheren niederländischen Aussenminister Frans Timmermans zum Spitzenkandidaten für die Europawahl 2019 bestimmt.
  • Der 57-Jährige ist Vizepräsident der EU-Kommission und will den Luxemburger Jean-Claude Juncker als Chef der mächtigen Behörde ablösen.
  • Junckers Christdemokraten haben mit dem deutschen Manfred Weber kürzlich ihren Spitzenkandidaten bestimmt.

In vielen Ländern der EU befinden sich die Sozialdemokraten derzeit in einem ausgeprägten Stimmungstief. Populisten sind vielerorts im Aufwind. Umfragen lassen für die Europawahl im kommenden Mai derzeit ein schwaches Abschneiden der Sozialdemokraten erwarten.

Das soll sich nun ändern. Mit Timmermans schicken die Sozialdemokraten einen ausgewiesenen Europakenner ins Rennen um die Nachfolge von Jean-Claude Juncker.

Timmermans kennt Europa

Timmermans wuchs in Heerlen auf und zog als Sohn eines niederländischen Diplomaten auch durch halb Europa. Er lebte in Paris, Brüssel und Rom. Später studierte er französische Literatur- und Sprachwissenschaft in den Niederlanden und im französischen Nancy Europarecht, Politik und französische Literaturwissenschaften. Als Diplomat war er unter anderem in Moskau. Er spricht sieben Sprachen fliessend, darunter Deutsch und Russisch.

«Ich bin mir der Bürde, die auf meinen Schultern lastet, bewusst», sagte Timmermans nach seiner Nominierung. «Aber mit einer solchen politischen Familie hinter mir kann ich nicht vom richtigen Weg abkommen.»

Der frühere niederländische Aussenminister Timmermans war nach dem Rückzug seines slowakischen Konkurrenten Maros Sefcovic der einzige Bewerber für die Spitzenkandidatur. Weber war bereits vor einem Monat von der Europäische Volkspartei (EVP) zu ihrem Spitzenkandidaten bestimmt worden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Stephan Roos (SR)
    Ich wünsche dem Mann, falls er die Wahl schafft, etwas mehr Fingerspitzengefühl als seinem Vorgänger im „Porzellanladen“. Wenn er Europa kennt, dann wird er auch das im Zentrum liegende Land Schweiz ankennen. Der Vergleich Timmermanns (s. Video) von Viktor Orbans „Kampf“ gegen Kommunisten in Ungarn und den illegalen Einwanderern ist rhetorisch, aber auch inhaltlich keine Blüte.
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Man höre sich mal die Rede Timmermans (in seiner Eigenschaft als Vizepräsident der EU-Kommission & EU-Kommissar) während des so genannten Grundrechtekollegiums der EU im Oktober 2015 an. Mit nachdrücklicher Betonung behauptete Timmerman, Multikultur sei das Schicksal der Menschheit & es werde künftig nicht mal in den entlegensten Ecken dieses Planeten eine Nation geben, die in ihrer Zukunft vom Multikulturalismus ausgespart bliebe. Sutherland, Timmerman & Co. fordern Massenmigration nach Europa.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Gerade der "diktatorische Führungsstiel der EU" ist mitverantwortlich, dass populistische und Rechte Tendenzen in der Unions so im Aufwind sind!
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