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International EU weitet Russland-Sanktionen moderat aus

Die Europäische Union zaudert bei den Sanktionen gegen Russland, Zuspitzung der Ukraine-Krise hin oder her. Sie entschliesst sich zwar für eine Erweiterung der schwarzen Liste. Von einem Waffenembargo sieht sie aber vorerst ab.

Die EU erweitert ihre Sanktionsliste gegen Russen und pro-russische Ukrainer. Sie verhängt weitere Einreiseverbote und sperrt weitere Konten, 15 Personen sind zusätzlich betroffen. Insgesamt sind nun 87 Menschen von diesen Massnahmen betroffen.

Erstmals wurden auch 18 Organisationen und Unternehmen auf die schwarze Liste der EU gesetzt. Sie dürfen in der EU keine Geschäfte mehr machen.

Die Namen, die nun der Liste hinzugefügt werden sollen, werden voraussichtlich am Freitag im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Damit treten die Strafmassnahmen in Kraft.

Die EU-Botschafter diskutierten zudem ein Paket von Massnahmen als Reaktion auf den mutmasslichen Abschuss des Flugs MH17 über der Ostukraine, die auf die russische Wirtschaft zielen sollen. Dazu erwarteten EU-Diplomaten am Donnerstag noch keine Einigung. Ein weiteres Treffen der EU-Botschafter ist am Dienstag angesetzt.

Wie würde Putin auf scharfe Sanktionen reagieren?

Man müsste mit den Sanktionen viel weiter gehen, findet der Deutsche CDU-Politiker Karl-Georg Wellmann. Denn bisher habe sich Putin wenig beeindrucken lassen von den Massnahmen, die die EU getroffen habe. Russland sei verantwortlich für das, was in der Ukraine passiere und deshalb in die Pflicht zu nehmen, so der Politiker.

Ohne die Einwirkung Russlands wäre der Konflikt in der Ostukraine längst beigelegt. Der Präsident der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe ist überzeugt, Europa sollte mehr wirtschafliche Sanktionen gegen Russland verhängen, weil nur dies Russland schmerzen und damit Putin zum Einlenken bringen würde.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Weder die EU noch die Schweiz kann wirksame Sanktionen gegen Russland durchsetzen. In drei Monaten wird es bereits kalt und wehe Putin dreht den Gashahn zu. Ganz Europa macht sich nur lächerlich, sonst gar nix.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Falsch, ohne die Einmischung von EU(USA) wäre diese Krise nicht so weit gekommen. Die versprochene Aufklärung der Zwischenfälle von Majdan/Odessa sind bis heute nicht erfolgt, Volk vergisst ja rasch. Robert Parry einer der wenigen unabhängigen Reporter meinte, dass die USA die Bilder nicht zeigt, da sie besoffene, ukrainische Soldaten in der Nähe der Bodenrakete zeigt. Mit anderen Worten, die EU wie die USA beschuldigen Länder/Personen ohne Beweise, wie im Mittelalter - es kann jeden treffen!
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Die EU macht sich immer lächerlicher.Die USA hat noch rein gar keine Beweise aus der UA vorgelegt. Sie behaupten einfach u ihre Marionetten u Fans plappern einfach nach. RU hat ihre Daten zur Prüfung auf Echtheit frei gegeben.Wo bleiben Die der USA?Warum präsentieren sie ihre angeblichen Beweise nicht? Warum zeigen sie die Bilder vom Abschuss der Rakete nicht? Sie behaupten ja sie hätten diese Bilder.Gem. RU war ja wirklich ein US-Satellit vor Ort. Wo bleiben die Antw. auf die Fragen von RU?
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Im Kreml ist Glasnost und Perestroika schon längst verflogen, darum sollte man die Welt wieder in Einflusszonen einteilen. Dann haben wir wieder unsere Ruhe wie vor 25 Jahren und haben zusätzlich noch der Globalisierung ein Schnippchen geschlagen.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      A.P./So wie Glasnost und Perestroika angegangen wurden,ist dies auch nicht weiter verwunderlich.Oligarchen sind wie Pilze aus dem Boden geschossen.Wie überall.Ein markanter Fortschritt,muss man schon sagen.Wo ist die allgemeine Anhebung des Lebensstandards für die breite Bevölkerung geblieben?Und in der EU ist dieser wieder am sinken.Tolle volkswirtschaftliche Leistung.Sehr wirtschaftsfördernd.
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