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Kontakte zu Russland Ex-Geheimdienstler mit harter Haltung zum Islam

Flynn Nahaufnahme.
Legende: Flynn: Kritiker Obamas und Freund Trumps. Reuters

Der General: Michael Flynn war einer der Generäle in Trumps Regierungsmannschaft. Der 57-Jährige hat in den US-Streitkräften vor allem als Geheimdienstler Karriere gemacht. Er leitete unter anderem die Geheimdienstoperationen in Afghanistan.

Der Islamkritiker: Trotz seiner Tätigkeit in oft geheimer Mission hat Flynn das offene Wort besonders nach seinem Ausscheiden aus der Armee nicht gescheut. Der Mann aus dem Bundesstaat Rhode Island äusserte sich wiederholt extrem islamkritisch. Flynn hält den Islam weniger für eine Religion als vielmehr für eine politische Ideologie. Seine Äusserungen gelten vielen als unverblümt, manchmal auch unbedacht.

Der Obamakritiker: Im Jahr 2014 musste der drahtige General Flynn unter US-Präsident Barack Obama als Chef des US-Militärgeheimdienstes DIA nach zwei Jahren im Amt gehen. Ihm wurden massive Führungsprobleme vorgeworfen, vor allem schien er eine andere Auffassung zum islamischen Terrorismus zu vertreten als die Regierung. Flynn beschuldigte die Obama-Administration, mit ihrer Unterstützung der syrischen Rebellen insgeheim dem Terrornetzwerk Al-Kaida zu helfen. Das ist auch der Vorwurf, der von Moskau aus an die USA gerichtet, von Washington aber stets zurückgewiesen wurde.

Legende: Video Trump besetzt wichtige Posten abspielen. Laufzeit 3:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.11.2016.

Der Gesetzesbrecher: Von Trump in sein Sicherheitsteam geholt, telefonierte Flynn bereits im Dezember mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak – noch ehe er ein offizielles Amt innehatte. Dabei ging es auch um den Abbau von Sanktionen gegen Russland, die die Obama-Administration wegen russischen Hackings erlassen hatte. Nach der US-Gesetzgebung ist es einem amerikanischen Bürger verboten, ohne entsprechende Legitimation mit einem anderen Staat zu verhandeln – vor allem, wenn es um die Interessen der USA geht. Ohnehin waren Flynns offenbar enge Kontakte nach Moskau stets kritisch beäugt worden. Unter anderem trat er als bezahlter Experte im staatsnahen russischen Fernsehsender RT auf.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Ganz offensichtlich sind in den USA hinter den Kulissen gewaltige Machtkämpfe im Gange - wenn das nur gut ausgeht für den Frieden...
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Dieser General ist dringend nötig um diesen Scharia -Islam zu zertrümmern . In keiner Zeit hatten wir derart viele Probleme mit diesen Hirnkranken Fanatikern im Islam wie derzeit - die in ihrem Wahn eine Islamische Weltordnung ausrufen und mit Mord und Totschlag durchsetzen wollen .
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Dazu sage ich nur: Saudi-Obama-Clinton-Bush-US-Establishment connection. Flynn war auf der falschen Seite und eine Stütze DT im Kampf gegen diesen Petrodollar-Kriegsclub. Könnte sein, dass Trump nun den Machtkampf verliert.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Obamas Unterstützung der Al-Qaida in Syrien ist Fakt. Tahrir al-Sham wurde am 28. Januar 2017, unter anderem als Zusammenschluss der Jabhat Fateh al-Sham (syrische Al-Qaida) und der Harakat Nour al-Din al-Zenki, deren Kämpfer auf Geheiss der CIA in Katar ausgebildet wurden und Waffen aus den USA erhielten, gegründet. Abdullah Issa (* zwischen 2003 und 2005; † Juli 2016) war ein syrisches Kind, das für ein Propagandavideo von Kämpfern der Gruppe Harakat Nour al-Din al-Zenki geköpft wurde.
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Kompliment für die zahlreichen korrekt wiedergegebenen schwierigen Namen. Es ist Fakt: Legt man dem Islam den roten Teppich aus, ja sogar Kriegsszenarien und Terrororganisationen unterstützt, wie dies Obama anscheinend zu tun pflegte, wird man als Politiker auf Händen getragen. Flynn war ein berechtigter Islamkritiker, der die Gefahren der Islamisierung erkannte. Der Islam ist faktisch nicht nur eine Religion, sondern auch eine Ideologie. Dies zu erwähnen hat mit Rassismus bigott nichts zu tun.
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