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Extreme Hitze Italien kämpft weiter gegen die Feuer im Süden

  • Die vielen Wald- und Buschbrände halten die Brandbekämpfer in Italien weiter in Atem. Die Feuerwehr meldete in den letzten zwölf Stunden 400 Einsätze.
  • Die Brände in Griechenland sind derweil unter Kontrolle. Es herrscht jedoch weiterhin hohe Brandgefahr.
  • Währenddessen versuchen die Einsatzkräfte in Russland, das Übergreifen der Flammen auf Dörfer zu verhindern.
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Archiv: Italienische Behörden gehen von Brandstiftung aus
Aus Tagesschau vom 13.08.2021.
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In der Region Kalabrien an der Fussspitze des italienischen Stiefels seien fünf Löschflugzeuge im Raum Cosenza und Reggio Calabria in der Luft. Das Feuer in Tivoli östlich von Rom sei in der Nacht gelöscht worden. Der Ort ist für seine Unesco-Welterbe-Stätten Villa d'Este und Villa Adriana (Hadriansvilla) bekannt.

Auf Sizilien warnte der Zivilschutz für Samstag vor Waldbrandgefahr in den Provinzen Catania, Caltanissetta und Enna sowie vor extremer Hitze im Raum Palermo. Auf Sardinien warnten die Behörden vor extremer Brandgefahr für den zentralen Westen der Mittelmeerinsel.

In Kalabrien brennen viele Feuer in der Gegend um den Nationalpark Aspromonte. Dort gab es bislang vier Tote im Zusammenhang mit den Waldbränden. Es brannte auch in der nördlich an Kalabrien angrenzenden Region Kampanien, in der Neapel und der Vesuv liegen. Die Feuerwehr zeigte ein Video eines Hubschraubereinsatzes in Taurasi in der Provinz Avellino. Von der Neapel vorgelagerten Insel Ischia meldete die Nachrichtenagentur Ansa einen grösseren Buschbrand, der auch einige Häuser erfasst habe und in der Nacht zum Samstag gelöscht worden sei.

Gesundheitsministerium warnt vor extremer Hitze

Extreme Hitze und anhaltende Trockenheit begünstigen seit Ende Juli in weiten Teilen von Italiens Süden die Flammen. Hinter vielen Feuern vermuten die Behörden Brandstiftung. Das italienische Gesundheitsministerium warnte für Samstag und Sonntag vor extremer Hitze der höchsten Alarmstufe drei unter anderem für Bari, Bologna, Bozen, Neapel und Rom. Der Landwirteverband Coldiretti meldete, dass 20 Prozent der Wassermelonenernte dem Extremwetter zum Opfer gefallen seien, im Süden der Hitze und im Norden dem Hagel. «Addio für eine von fünf Wassermelonen», hiess es in einer Pressemitteilung.

Griechenland: Weiterhin hohe Brandgefahr

Während die Feuer in Italien weiter lodern, sind die Brände in Griechenland unter Kontrolle und weitgehend gelöscht. Trotzdem bleiben die Sicherheitskräfte bleiben in Alarmbereitschaft. Von Freitag- bis Samstagmorgen waren nach Angaben der griechischen Feuerwehr erneut 51 Waldbrände ausgebrochen. Der griechische Zivilschutz gibt die Brandgefahr in weiten Teilen des Landes als «hoch» bis «sehr hoch» an.

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Archiv: Schweizer Löschhelikopter unterwegs nach Griechenland
Aus Tagesschau vom 07.08.2021.
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Sorgen bereiten unter anderem die örtlich starken Winde, die einen kleinen Brandherd zu einem grossen Waldbrand anheizen können. Vor allem in den zuvor stark betroffenen Gegenden im Norden Athens, auf der Insel Euböa und der Halbinsel Peloponnes sind deshalb weiterhin hunderte Feuerwehrleute in Alarmbereitschaft. Die Regionen werden auch aus der Luft überwacht, hiess es bei der Feuerwehr.

Russland bekommt Waldbrände nicht unter Kontrolle

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Trotz Tausender zusätzlicher Einsatzkräfte bekommen die Helfer die verheerenden Waldbrände in Russland nicht unter Kontrolle. Am Samstag meldete die Fortschutzbehörde landesweit 252 Brände auf einer Gesamtfläche von 4,2 Millionen Hektar. Das ist erneut mehr als am Vortag und entspricht etwa der Fläche der Schweiz. Die meisten Feuer wüten in der Teilrepublik Jakutien im Osten Sibiriens. Das ist die kälteste Region Russlands.

Trockenheit und Winde begünstigen seit Wochen eine Ausbreitung der Flammen in dem dünn besiedelten Gebiet. Die Einsatzkräfte versuchen derzeit, ein Übergreifen der Flammen auf elf Dörfer zu verhindern. Viele Häuser sind bereits abgebrannt. Löschflugzeuge sind im Einsatz.

Die meisten Brände in Russland werden laut offiziellen Angaben nicht gelöscht, weil sie in entfernten Gebieten liegen und so keine Siedlungen und Infrastruktur bedrohen. Zudem wäre ein Löscheinsatz dort zu teuer. Landesweit sind der Forstschutzbehörde zufolge mehr als 9500 Menschen im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.

SRF 4 News, 14.08.2021, 10:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Mueller  (Elbrus)
    Der Klimawchsel hat wenig damit zu tun wenn irgendwo in Yakutien mit mehr als 3 Mio km2 ein Brand ausbricht. Es ist flächenmässig etwas kleiner als ganz Indien.
    Ich würde gerne mal 200 Schweizer Feuerwehrleute in Yakutien im Einsatz sehen.
    Die Bedingungen sind extrem schwierig für Schweizer unvorstellbar, dass nicht jeder Wald per Fahrzeug erreichbar ist.
  • Kommentar von Vale Nipo  (VNxpo)
    KIimawechsel hat die Menschen fest in Griff. Symbolisch heisst das: Leg dich nicht mit Mutter Erde an. Denn wenn etwas an göttlicher Macht hat, dann ist es Gaja, das Fundament jeglichen Lebens. Der Mensch der die Götter ablösen will, versinkt jedoch in der Asche die er verursacht hat. Wie lange noch wird Solaris und Gaja gnädig sein. Die Feuer löschen sich, doch was zurückbleibt ist - Nichts.
    1. Antwort von René Burkhard  (NeuYork)
      Keine göttliche Macht, die Natur. Der Mensch hat die Natur umgepflügt, geformt nach seinen Vorstellungen und gedankenlos umgebaut. Die Natur straft uns dafür, weder Solaris noch Gaja.
    2. Antwort von Vale Nipo  (VNxpo)
      Gaja heisst Erde und Solaris Sonne und gehören Teil zur Natur bzw. des Universums. Ausserdem habe ich die Naturgewalten in Allegorien verpackt, wie geschrieben "Symbolisch". Ein wenig Literaturgeschichte bzw. griechische Mythologie kann ich ihnen empfehlen ; )