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Faktencheck zum Mauerstreit Um diese Punkte zankt sich Trump mit den Demokraten

Legende: Video Trump: «Alle Amerikaner leiden unter illegaler Migration» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.01.2019.

Faktencheck Grenzmauer USA-Mexiko

1. Kriminelle und Terroristen fernhalten
Behauptung:
Gegenbehauptung:
Trump gab kürzlich bekannt, dass Terroristen und Kriminelle über die mexikanische Grenze kommen und Amerika überrennen würden. Eine Regierungssprecherin sagte sogar, dass 4000 bekannte oder verdächtigte Terroristen 2018 über die Grenze gekommen seien.
Die US-Zoll und -Grenzbehörden melden dagegen, dass bis Ende Mai 2018 sechs Personen an der Grenze gestoppt wurden, die auf einer Terroristen- oder Gefährder-Liste der Geheimdienste standen.
2. Grund der Grenzmauer


Behauptung:Gegenbehauptung:
Die 1600 km lange Mauer entlang der gemeinsamen Grenze zu Mexiko soll die illegale Einwanderung und auch den Drogen- und Menschen-Schmuggel eindämmen.
Gemäss einer Studie des überparteilichen Congressional Research Service wäre eine Personalaufstockung und eine moderne Überwachungstechnologie effektiver.
3. Bau der Grenzmauer

Behauptung:Gegenpositionen zum Baulandproblem:
Trump hat verkündet, dass die ersten konkreten Mauer-Etappen frühestens im Februar 2019 entstehen sollen. Die Rede ist von zwei kleine Test-Abschnitten im Süden von Texas.
Die meisten Grundstücke entlang der Osthälfte der geplanten Grenze sind auf der US-Seite im Besitz von Privateigentümern.

Ein betroffener Abschnitt im Süden von Texas würde ein Naturschutzgebiet zerstören.

An der Küste zum Golf von Mexiko würde die Mauer durch ein Gelände führen, auf dem der Weltraumkonzern SpaceX gerade eine neue Raketenabschussrampe baut.
4. Finanzierung der Mauer

Trumps Position:
Gegenpositionen zur Finanzierung:
Präsident Trump fordert über 5 Milliarden Dollar für den Bau der Grenzmauer im Bundesbudget.
Die Demokraten sind bereit mehr als 1 Milliarden Dollar für den Grenzschutz zu budgetieren. Auf keinen Fall wollen sie für die Grenzmauer Geld locker machen.

Die vollständige Grenzmauer würde laut Experten über 20 Milliarden Dollar kosten. Weil Mexiko es ablehnt, dafür zu bezahlen, muss Trump das Geld jetzt vom US-Kongress und damit von den Steuerzahlern in den USA einsetzen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Henri Jendly (Henri Jendly)
    Dass Trump ein Lügner, Betrüger und Schwachkopf ist, weiss man schon länger. Dass es aber immer noch Leute gibt, die diesem schlimmsten POTUS aller Zeiten entgegen aller effektiver Fakten ihre Unterstützung nicht entziehen und seine Lügen noch stützen, ist ein trauriges Beispiel für den Niedergang der Menschheit. God bless America – diese Nation, die den Weg von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg über die Kultur geschafft hat. Traurig, traurig, traurig!
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  • Kommentar von Walter Gut (Walter Gut)
    Herr Trump hat schon so oft die Unwahrheit gesagt, dass man ihm schon lange nicht mehr trauen kann. Unverständlich, dass man diesen Herrn noch am WEF in Davos begrüsst, aber da geht es dieser Organisation WEF ums grosse Geld und nur ums Geld.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "Gemäss einer Studie des überparteilichen Congressional Research Service wäre eine Personalaufstockung u.eine moderne Überwachungstechnologie effektiver." Das wäre eine gute Lösung, ich bezweifle aber, dass zu solcher Sicherung einer über 3000km langen Grenze 1Mia genügen würde. Zudem ist es für mich schwer vorstellbar, die Grenze mit moderner Überwachungstechnologie zu kontrollieren, wenn die heutige Technologie offenbar nichtmal fähig ist, auf einem Flughafen eine simple Drohne abzuschiessen.
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