Zum Inhalt springen

Header

Audio
Anklage lautet auf Mord zweiten Grades
Aus HeuteMorgen vom 04.06.2020.
abspielen. Laufzeit 01:15 Minuten.
Inhalt

Fall George Floyd Alle beteiligten Polizisten werden angeklagt

  • Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Minnesota erhebt im Fall des getöteten Afroamerikaners George Floyd gegen alle vier beteiligten und inzwischen entlassenen Polizisten Anklage.
  • Hauptangeklagter sei ein Ex-Beamter, dem nun Mord zweiten Grades zur Last gelegt werde, wie Senatorin Amy Klobuchar mitteilte. Ihm drohen damit bis zu 40 Jahre Haft.

Die drei anderen Beteiligten würden wegen Beihilfe und Anstiftung zum Mord angeklagt, berichtete die Zeitung «Star Tribune» unter Berufung auf Insider. Stellungnahmen der Anwälte der Ex-Polizisten waren zunächst nicht zu erhalten.

Floyd starb, nachdem der Hauptangeklagte fast neun Minuten auf seinem Hals gekniet hatte. Der Mann liess auch dann nicht von Floyd ab, als dieser mehrfach stöhnte, er bekomme keine Luft. Der Vorfall wurde mit einer Handykamera festgehalten.

Die Tat des Polizisten löste in zahlreichen Städten in den USA und in anderen Ländern Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus, bei denen es teilweise zu Ausschreitungen kam. Der Ex-Beamte war vergangene Woche zunächst wegen Mord dritten Grades und Totschlag zweiten Grades angeklagt worden.

Staatsanwalt ausgewechselt

«Es geht um nichts anderes als um Gerechtigkeit für George Floyd», sagte der Hauptstaatsanwalt Minnesotas, Keith Ellison. Er wies aber auch darauf hin, dass der Prozess umfassend untersucht werden müsse.

Die verschärfte Anklage gegen den Haupttäter und die neue Anklage gegen drei weitere Beamte am Tatort sei eine Hauptforderung der Opferfamilie gewesen, sagt Isabelle Jacobi, SRF-USA-Korrespondentin. «Die Familie hat auch erreicht, dass der Staatsanwalt ausgewechselt wurde, nachdem das Bezirksgericht Minneapolis ihrer Meinung nach zu zögerlich gegen die Polizeibeamten vorgegangen war.»

Heute Morgen vom 04.06.2020; 06 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

35 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Erik Eisermann  (ECATWEAZLE)
    Guten Tag.
    Es ist leider so, dass Minderheiten in vielen Ländern das Nachsehen haben. Allerdings gibt es auf beiden Seiten Kriminelle, die zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Das löst das Grundproblerm nicht.
    Wo sind die Regierungsvertreter, die beim Volk für ein gemeinsames Miteinander einstehen und durchsetzen? Es gibt Regionen auf der Erde, wo das seit Jahrhunderten funktioniert. Solang aber egositische und finanzielle Werte die Priorität haben, verdienen eben nur diese an den Krisen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    Die von srf gezeigte Grafik mit den Toten pro Million ist das eine. Betrachtet man die absoluten Zahlen, werden für 2015 bis 2018 pro Jahr jeweils gut doppelt so viele Weisse wie Schwarze von Polizisten erschossen: Schwarze ung. 220-260 / Weisse ung. 450-500. Wie viele schwarze Polizisten haben schon aus rassistischen Gründen einen Weissen erschossen? Ich will damit nicht relativieren, was mit Floyd geschah. Doch die ganze Wahrheit ist komplexer. Quelle:de.statista.com
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Für mich ist das Mord mit Niedrigen Beweggründen (eigentlich war es eine (Exekution)! Lebenslang Haftstrafe ohne Möglichkeit je der Freilassung für den Hauptäter. Die anderen für Beihilfe zum Mord und unterlassener Hilfeleistungen sohlten alle mindesten 20 Jahre bekommen, so sehe ich es.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen