Familien von Terror-Opfern verklagen Facebook

Der Nahost-Konflikt forderte und fordert immer wieder Todesopfer, mitunter auch durch Anschläge der radikal-islamischen Hamas. Dass solche Gewaltakte möglich wurden, daran sei auch Facebook schuld, so sagen Opferfamilien – und verklagen das Netzwerk auf mindestens eine Milliarde Dollar.

Rückenansicht eines Mannes, der sich eine Facebook-Seite anschaut. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Konfliktparteien in Nahost sind auch auf den sozialen Medien präsent. Rege genutzt wird mitunter Facebook. Keystone/Archivbild

Familien mehrerer Gewaltopfer des Nahost-Konflikts haben Facebook auf mindestens eine Milliarde Dollar Schadenersatz verklagt. Sie werfen dem Online-Netzwerk vor, der radikal-islamischen Hamas, die sie für die Anschläge verantwortlich machen, wissentlich eine Plattform geboten und die Gewaltakte damit ermöglicht zu haben.

«Einfach gesagt, nutzt Hamas Facebook als Werkzeug für Terrorismus», heisst es in der rund 60-seitigen Klage, die in New York eingereicht wurde. Es klagen fünf Familien mit US-Staatsbürgerschaft, die grösstenteils in Israel leben. Auch ihre getöteten oder verwundeten Verwandten waren Amerikaner.

Facebook kommentierte die Klage mit der Erklärung, bei dem Netzwerk sei kein Platz für Inhalte, die zu Gewalt ermutigten, sowie direkte Drohungen, Terrorismus und Hassrede. Facebook dringe bei den Nutzern darauf, solche Inhalte zu melden.