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International Ferguson-Polizist Wilson quittiert Dienst

Wilson scheide mit sofortiger Wirkung aus dem Polizeidienst aus. Das gab Darren Wilsons Rechtsanwalt bekannt. Vor fast vier Monaten hatte er einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen tödlich angeschossen. Die Jury erhob keine Anklage gegen den Polizisten. Dies führte zu schweren Protesten.

Legende: Video Darren Wilson quittiert den Dienst – die Wut bleibt abspielen. Laufzeit 2:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 30.11.2014.

Fast vier Monate nach seinen tödlichen Schüssen auf den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown in der US-Kleinstadt Ferguson quittiert der amerikanische Polizist Darren Wilson den Dienst. Das gab sein Rechtsanwalt bekannt. Wilson scheide mit sofortiger Wirkung aus dem Polizeidienst aus.

Portrait von Polizist Darren Wilson
Legende: Er habe aus Notwehr geschossen und würde auch in der Rückschau nicht anders handeln, sagte Polizist Wilson. Keystone

Der weisse Polizist hatte den 18-jährigen Teenager nach einer Auseinandersetzung am 9. August erschossen. Der Tod des Jugendlichen hatte in Ferguson im Bundesstaat Missouri schwere Unruhen ausgelöst. Seit dem Fall war Wilson beurlaubt.

Aus «Notwehr geschossen»

Vor allem unter Schwarzen gilt das Vorgehen des Todesschützen weithin als willkürliche Polizeigewalt. Wilson selbst hatte in einem Interview gesagt, er habe ein reines Gewissen. Er habe aus Notwehr geschossen und würde auch in der Rückschau nicht anders handeln.

Zu Wochenbeginn hatte eine Geschworenen-Jury entschieden, dass keine Anklage gegen Wilson erhoben wird. Dies hatte zu grossen Protesten in Ferguson und anderen US-Städten geführt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser, USA
    Die ganze, traurige Angelegenheit wurde auch viel zu stark rassistisch verpolitisiert. Unter den Hooligans war auch ein hoher Prozentsatz weisse zu sehen. In der ersten Nacht der neulichen "Unruhen" haben die Behoerden klar versagt. Schuld daran war nicht der Mayor von Ferguson sondern der Governor selbst der es unterlassen hat die Geschaefte zu schuetzen. Dafuer hat man in der zweiten Nacht gewoehnliche Buerger, darunter viele Schwarze! gesehen die die Geschaefte erfolgreich! bewacht haben.
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  • Kommentar von Walter Wieser, USA
    Immerhin ist Darren noch am Leben. Haette er sich nicht gewehrt waere er tot und Michael im Gefaengnis. Darren muss sich mit einem neuen Namen irgendwo ein neues Leben aufbauen. Die Hooligans haben sein Leben und das Leben vieler Geschaeftsleute in Ferguson zerstoert. Die US Regierung, speziell Eric Holder tragen auch Schuld da sie oeffentlich die Unruhen angeheizt haben.So ist die Realitaet. Bin zwar nicht sicher ob ich meine Aussage durch die Nettiquette bringe?
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  • Kommentar von M. Haener, Büsserach
    Besser ist das. Was Wilson auch noch tun sollte ist, sich öffentlich vom KKK zu distanzieren, welcher Geld für ihn gesammelt hat.
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