Feuer an Bord der Egypt-Air-Maschine

Die Auswertung eines Stimmrekorders bestätigt eine ältere Vermutung von Experten, dass die Maschine nach einem Brand abgestürzt ist. Wo und weshalb im Airbus ein Feuer ausbrach, ist aber nach wie vor unklar.

Rund zwei Monate nach dem Absturz eines Egypt-Air-Flugzeugs über dem Mittelmeer hat die Auswertung eines der Flugschreiber offenbar den Ausbruch eines Feuers an Bord bestätigt.

Auf den Aufzeichnungen des Stimmrekorders, der Gespräche im Cockpit mitschneidet, ist das Wort «Feuer» zu hören. Das hat die von Ägypten geleitete Untersuchungskommission in Kairo bekannt gegeben. Es sei jedoch «zu früh», um dessen «Ursache oder den Ort zu bestimmen».

Erste Hinweise bestätigt

Bereits Ende Juni war nach der Analyse des Flugdatenschreibers bekannt geworden, dass in der Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft Egypt-Air unmittelbar vor dem Absturz automatisch Rauchalarm ausgelöst wurde. Teile des Vorderteils der Unglücksmaschine wiesen ausserdem Anzeichen für die Einwirkung hoher Temperaturen sowie Russ auf.

Der Airbus A320 war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord über dem Mittelmeer abgestürzt. Unter den Opfern sind 40 Ägypter und 15 Franzosen. Bis heute ist die Unglücksursache unbekannt.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Feuer an Bord des ägyptischen Flugzeuges

    Aus 10vor10 vom 20.5.2016

    Heute kurz Vormittag bestätigt das ägyptische Militär, erste Wrackteile der abgestürzten Maschine gefunden zu haben. Seit heute Abend weisen Daten nun darauf hin, dass an Bord ein Feuer ausgebrochen war. Wie lauten die neusten Erkenntnisse zum Absturz der Egypt Air 804?

  • Egypt-Air-Maschine ins Mittelmeer abgestürzt

    Aus Echo der Zeit vom 19.5.2016

    Im Mittelmeer wird weiter nach dem vermissten Passagierflugzeug der Egypt Air gesucht. Der Airbus 320 mit 66 Menschen an Bord ist in der Nacht auf Donnerstag auf dem Weg von Paris nach Kairo über der Ägäis vom Radar verschwunden.

    Die Piloten hatten zuvor keine Probleme oder Unregelmässigkeiten gemeldet.

    Ruedi Mäder