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Flüchtlingspolitik in der EU Italien fordert EU-Stelle um Flüchtlinge zu verteilen

  • Italien hat die EU-Kommission aufgefordert, eine Behörde zur Verteilung der im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge zu schaffen.
  • Dies sagte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstag der Zeitung «Il Fatto Quotidiano».
  • Ein solcher Krisenausschuss könne dann zwischen den verschiedenen europäischen Regierungen vermitteln.
Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte
Legende: Giuseppe Conte will eine neue EU-Behörde schaffen. Keystone

Wie die Verteilung der 450 geretteten Menschen am Wochenende abgelaufen sei, solle zur Norm werden, so Conte. Italien hatte am Sonntag den Flüchtlingen erlaubt, in Sizilien an Land zu gehen, nachdem sich mehrere andere Staaten bereit erklärt hatten, die Menschen aufzunehmen. Es war das erste Mal, dass eine solche Einzelaktion unter EU-Partnern verabredet wurde.

Italien will die Zahl der Flüchtlinge und Migranten begrenzen und hat die Häfen für Rettungsschiffe privater Hilfsorganisationen geschlossen. Seit 2014 sind an den italienischen Küsten mehr als 650'000 Bootsflüchtlinge angekommen. Im vergangenen Jahr ging ihre Zahl jedoch deutlich zurück. Italien hat Druck auf Libyen ausgeübt, die Flüchtlinge an seiner Küste zu stoppen.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Die EU Rettungsmission im Mittelmeer ist gestoppt, weil auch hier Italien sich weigert Flüchtlinge aufzunehmen, auch nicht im Zuge der Rettungsmission Sophia. Junker will nöchste Woche verhandeln. Italien hatte das in einem Brief an die EU mitgeteilt.( Spiegel)
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      C.Wüstener die Mittelmeerrettung ist keineswegs gestoppt die Flüchtlinge werden einfach in andere Destinationen gebracht das Elend nimmt seinen Lauf....
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Erstmals erreichen mehr Migranten die EU über Spanien.Die grosse Flüchtlingswanderung nach Europa ist auf den Hauptrouten also stark eingeschränkt worden.Völlig beendet ist sie aber nirgendwo. Jüngst wurde bekannt, dass auf einer Ausweichroute über Albanien wieder Flüchtlinge über den Balkan ziehen und sich in Bosnien-H. sammeln.Span. Schiffe stossen weiterhin auf Boote, die von Marokko aus übersetzen wollen. Und von der Nordküste Tunesiens starten sie Richtung Italien. Weniger, aber sie kommen.
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    1. Antwort von Toni Koller (Tonik)
      „... aber sie kommen.“ Bei dem Tonfall könnte man meinen, es handle sich bei den Migrationswilligen um eine Welle wie Pest und Cholera. Ein klarer Fall von Überdramatisierung: Europa hat mehr als eine halbe Milliarde Einwohner. Da erträgts ein paar hunderttausend neue Flüchtlinge eigentlich problemlos. Aber einige Leute brauchen offenbar einfach Feindbilder, ohne solche wären sie unglücklich. Traurig!
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    2. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      @Koller: Problemlos? Überdramatisierung? Nimmt mich wunder, wo Sie wohnen und sich aufhalten? Am selben Ort, wie die meisten Politiker, in Villenvierteln mit Sicherheitskräften? Aber kaum in Stadtteilen, in die sich kaum mehr die Polizei traut. Aber klar, man kann auch immer mehr Polizisten u. Videoüberwachung fordern und sich dann aber gleichzeitig über den "Polizeistaat" aufregen.
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    3. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Brauchli: Die aktuell im Mittelmeer ertrinkenden können sicher nichts für die Elendsviertel in Europa. Es ist billig, die Verantwortung für das Elend der Armen den noch schwächeren zu zu schieben. Es gibt zahlreiche Gründe und zahlreiche Verantwortliche für die Entscheidungen die zu Armut führen. Asylsuchende, die weder wählen noch stimmen können sind aber sicher nicht die Verantwortlichen für diese Entscheidung. Das entbehrt jeglichem gesunden Menschenverstand solches zu behaupten.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Alle reden davon, die Fluchtursachen zu bekämpfen.Notwendig aber ist es, über soziale Menschenrechte zu reden. Wer die Ursachenbekämpfung ernst meint, muss eine gerechte soziale Weltwirtschaftsordnung schaffen, die auch den Geflüchteten ein menschenwürdiges Leben ermöglichen würde. In afrik. Ländern Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen, um ihnen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Keine Exportgüter aus der EU die die Preise in Afrika unterbieten. Gerechten Wirtschaftshandel fördern.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      A.Keller stimmt genau Hilfe vor Ort aber die Vergangenheit hat gezeigt dass Afrika selber nichts eigenständig unternimmt und viele Sozialhelfer bemängeln dass alle Anstrengungen im Sande verlaufen sobald sie weg sind.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Mathis: Für jeden Franken an Hilfe fliessen 1,2 bis 1,5 Franken Gelder nach Europa zurück. Geld in Form von Fluchtgeldern, Korruption, Ausbeutung durch Europäische Firmen. Es ist scheinheilig die Hilfe vor Ort und die Menschen in Afrika verantwortlich zu machen, wenn die Hilfe entweder gar nicht an kommt, oder zur Verbesserung der eigenen Wirtschaft missbraucht wird.
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