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Flugzeuge am Boden Diese Airlines reagieren auf das Coronavirus

  • Airline-Konzerne wie Lufthansa mit Tochter Swiss, Air France KLM, die British Airways-Mutter IAG und der Billigflieger Easyjet fahren ihre Kapazitäten kräftig herunter.
  • Nach weiteren Grenzschliessungen mehrerer Länder fürchten Fluggesellschaften in aller Welt um ihre Existenz und rufen verstärkt nach Staatshilfe.
  • Immer weniger Menschen fliegen wegen verschärfter Reisebestimmungen und aus Furcht vor dem Coronavirus überhaupt noch.
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Aus dem Archiv: US-Reisesperren und die Folgen
Aus Tagesschau vom 12.03.2020.
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Air France-KLM: Angesichts der wachsenden Einschränkungen der Reisemöglichkeiten und einer stark rückläufigen Nachfrage, müsse die Gruppe ihre Tätigkeit in den nächsten Tagen schrittweise um 70 bis zu 90 Prozent der angebotenen Sitzplatzkilometer zurückfahren, teilte die Airline mit. Der Kapazitätsabbau sei derzeit auf zwei Monate angelegt, die Entwicklung des Umfelds werde täglich überwacht und gegebenenfalls angepasst. Als Konsequenz bleibt bei Air France die gesamte Airbus 380-Flotte am Boden, bei KLM die gesamte Boeing 747-Flotte. Die Airline begrüsste Äusserungen der französischen und niederländischen Regierungen zu möglichen Staatshilfen.

EasyJet: Europas viertgrösste Airline fordert in der Corona-Krise Unterstützung von der Regierung für die Luftfahrtindustrie. Nur so könne das Überleben der Branche gesichert werden. Die meisten Maschinen bleiben derzeit wegen verschärfter Reisebestimmungen auf dem Boden.

International Airlines Group (British Airways, Iberia, Air Europa, Vueling, Air Lingus): Die Gruppe will im April und Mai die Kapazitäten um mindestens 75 Prozent herunterfahren. Um das Überleben der Fluggesellschaft zu sichern, sollen zudem Ausgaben eingefroren, Arbeitszeiten verkürzt und Arbeitsverträge vorübergehend ausgesetzt werden.

Lufthansa-Konzern: Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) stellt ihren regulären Flugbetrieb wegen der Auswirkungen der Corona-Krise am Donnerstag vorübergehend ein. Auch bei der Lufthansa werden die übrigen Strecken noch weiter ausgedünnt, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Um den starken Nachfragerückgang zu kompensieren, trifft die Fluggesellschaft Massnahmen zur Liquiditätssicherung. Für das fliegende Personal wird etwa Kurzarbeit beantragt. Die Swiss nimmt rund die Hälfte ihrer Kurz- und Langstreckenflotten vorübergehend aus dem Betrieb.

Ryanair: Europas grösster Billigflieger streicht wegen der Corona-Krise sein Flugprogramm um bis zu 80 Prozent zusammen. In den Monaten April und Mai wird Ryanair das Flugangebot voraussichtlich um bis zu 80 Prozent zurückfahren. Binnen der nächsten sieben bis zehn Tage werde es aber dazu kommen, dass der Grossteil der Flotte in Europa nicht mehr abheben kann. Bis dahin will Ryanair die geplanten Flüge noch so weit wie erlaubt durchführen, um Kunden zurück in ihre Heimat zu bringen. Auch die Ryanair-Tochter Laudamotion stellt ihren Flugbetrieb ab sofort bis auf weiteres ein.

Tuifly: Der weltgrösste Touristikkonzern TUI, der mit Tuifly auch eine Airline betreibt, stoppt wegen des Coronavirus den grössten Teil seines Geschäfts und beantragt zur Überbrückung Staatshilfe. Die TUI-Aktien fielen um rund 28 Prozent auf ein Rekordtief.

Tagesschau, 12.03.2020, 19.30 Uhr; agenturen/frol;bern

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Klimanotstand versus Coronanotstand versus Wirtschaftsnotstand. Es ist wirklich kompliziert das Überleben der Menscheit nachhaltig zu sichern.
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  • Kommentar von Urs Maurer-Dietrich  (Urs Maurer-Dietrich)
    Als die UBS die Arbeitsbedingungen des Swissairpersonals zu arbeitnehmerfreundlich fand, hat Herr Ospelt ohne Eingreifen des Bundesrates die Swissair eiskalt grouenden lassen und unser Bundesrat hat tatenlos zugeschaut. Wenige Jahre danach hat derselbe Bundesrat via Nationalbank derselben UBS, welche hohe Gewinnanteile in Form von Boni in private Taschen hat abfliessen lassen mit 60 Mia SFr. vor dem Bankrott gerettet. Abzockerinitiative hin oder her erleben wir schon bald dasselbe fiese Spiel.
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  • Kommentar von Roger Gasser  (allesrotscher)
    Alle Systemrelevanten Dienstleistungen müssten jetzt verstaatlicht werden. Post, Energie- und Wasserversorgung, Bahn- und Luftverkehr, Gross und Kantonalbanken, Staats-Radio und Fernsehen, alle müssen die Grundbedürfnisse des Volkes erfüllen und dies ganz ohne Aktionäre, ausser die Aktien bleiben im Staatsbesitz. Der nicht systemrelevante Teil kann privatwirtschaftlich bleiben.
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