Freihandelszone mit den USA: EU räumt Steine aus dem Weg

Die Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen den USA und der EU können beginnen. Die 27 europäischen Handelsminister haben ihren Rahmen für Gespräche mit Washington abgesteckt. In letzter Minute wurde Bedenken Frankreichs Rechnung getragen.

Zwei Frauen stehen sich gegenüber Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kompromiss beim Sitzungsmarathon: Die Handelsministerinnen von Frankreich und Dänemark, Bricq (links) und Dyhr in Lu... Keystone

Nach elfstündigem Streit stimmten die EU-Handelsminister in Luxemburg einer Kompromissformel zu, die französischen Vorbehalten Rechnung trägt.

Die Kompromissformel der EU sieht vor, dass der audiovisuelle Markt von Film- und Musikproduktionen derzeit nicht in das Verhandlungsmandat eingeschlossen wird. Frankreichs Verlangen nach einem Festschreiben der sogenannten «kulturellen Ausnahme» war von vielen EU-Partnern abgelehnt worden, weil die USA für diesen Fall angekündigt hatten, dann ihrerseits für die Europäer interessante Wirtschaftsbereiche aus den Verhandlungen herauszunehmen.

EU erwartet Wachstum

Die Verhandlungen mit den USA für die grösste Freihandelszone der Welt sollen noch im Sommer beginnen.

Die Freihandelszone EU-USA mit insgesamt 800 Millionen Bürgern würde nach Berechnungen der EU-Kommission zu 400'000 neuen Arbeitsplätzen in Europa und zu einem jährlichen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent führen.