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Legende: Video Terror in Afghanistan abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.09.2019.
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Friedensbemühungen torpediert Bombenexplosion in Kabul fordert 16 Tote

  • In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einer Bombenexplosion mindestens 16 Menschen getötet und weitere mindestens 100 verletzt worden.
  • Die Explosion ereignete sich auf einem Gelände, wo unter anderem mehrere ausländische Organisationen untergebracht sind, teilte die Regierung mit.
  • Die Taliban bekannten sich auf Twitter zum Angriff.
  • Die Explosion in Kabul erfolgt inmitten der Bemühungen zwischen den Taliban und den USA um eine politische Lösung des Konflikts im Land.
Rauch über Kabul.
Legende: Keystone

Ungeachtet eines offenbar kurz bevorstehenden Abkommens mit den USA über Wege zu Frieden in Afghanistan erhöhen die radikalislamischen Taliban die Zahl ihrer Angriffe. Bei einem Autobombenanschlag in der Hauptstadt Kabul in der Nacht zu Dienstag sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 16 Menschen getötet und weitere 119 verletzt worden.

«Grundsätzlich» einig

In einem nur wenige Minuten vor dem Anschlag vom TV-Sender ToloNews ausgestrahlten Interview hatte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, erklärt, man habe sich mit den Taliban «grundsätzlich» geeinigt.

Bei den seit rund einem Jahr laufenden USA-Taliban-Gesprächen geht es vor allem um Truppenabzüge und Garantien der Taliban, dass Afghanistan kein sicherer Hafen für Terroristen wird. In der Folge sollen innerafghanische Friedensgespräche geführt werden.

Warten auf Trump

Die «grundsätzliche» Einigung zwischen den USA und den Taliban sei aber erst endgültig, wenn sich US-Präsident Donald Trump damit einverstanden erkläre, sagte Khalilzad. Sollte Trump zustimmen, könne das Abkommen in den kommenden Tagen verkündet werden. Vonseiten der Taliban gab es vorerst keinen Kommentar dazu.

Die Autobombe in Kabul in der Nähe einer Wohn- und Büroanlage für Ausländer war der dritte aufsehenerregende Angriff in Afghanistan binnen drei Tagen. Am Samstag hatten Hunderte Taliban-Kämpfer versucht, die nördliche Provinzhauptstadt Kundus zu überrennen. Am Sonntag griffen Taliban-Kämpfer die Provinzhauptstadt Pul-e Chumri an. In beiden Städten starben nach offiziellen Angaben mindestens 32 Sicherheitskräfte und Zivilisten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Zwar gab es in Afghanistan schon immer religiös motivierte Kriege und Konflikte aber erst durch die Einmischung der USA und Deutschland ist alles schlimmer geworden! Afghanistan gilt heute als eines der unsichersten Länder der Welt! Wer kann flüchtet von dort und sucht sich anderswo ein besseres Leben! Die grössten Gewinner sind die, die Opium-Geschäfte machen, das sind die USA und dessen treuer Verbündeter Deutschland!
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Die Taliban werden erst Ruhe geben, wenn alle ausländischen Soldaten das Land verlassen haben.
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