Zum Inhalt springen

Header

Audio
Public Viewing im Corona-Zeitalter: Das Risiko einer Ansteckung besteht
Aus SRF 4 News aktuell vom 10.06.2021.
abspielen. Laufzeit 05:34 Minuten.
Inhalt

Fussball-EM So ist die Corona-Situation an den elf EM-Austragungsorten

Die Fussball-EM mit elf Austragungsorten ist vom Coronavirus geprägt. Die Corona-Situation in der Übersicht.

  • St. Petersburg: Obwohl die Millionenmetropole steigende Infektionszahlen aufweist, plant St. Petersburg Fan-Zonen. Im Krestowski-Stadion dürfen die Hälfte von insgesamt 68'134 Plätzen von Zuschauern mit einem negativen PCR-Test besetzt werden. Fans aus dem Ausland dürfen mit dem Stadion-Ticket ohne Visum nach Russland einreisen.
  • Glasgow: Die Infektionszahlen mit der Delta-Variante sind in Schottland gestiegen. Obwohl in vielen Teilen des Landes noch strikte Corona-Regeln gelten, ist der strenge Lockdown in Glasgow aufgehoben worden. Das Stadion Hampden Park darf mit rund 12'000 Zuschauern zu einem Viertel ausgelastet sein.
Die Buchanan Street in Glasgow am 05. Januar 2021, dem ersten Tag im Lockdown.
Legende: Die Buchanan Street in Glasgow am 05. Januar 2021, dem ersten Tag im Lockdown. Keystone
  • Kopenhagen: Die Fallzahlen der dänischen Hauptstadt sind trotz vieler Öffnungsschritte stabil geblieben. Im 38'000 Zuschauer grossen Parken dürfen pro Spiel 15'900 geimpfte, genesene oder getestete Personen im Stadion mitfeiern. Ausserdem sind in Kopenhagen grössere Fan-Events geplant.
  • London: Am 21. Juni wollte Premierminister Boris Johnson sämtliche Corona-Einschränkungen aufheben. Aufgrund der hoch ansteckenden indischen Delta-Variante sind die Lockerungen jedoch fraglich. Ins 90'000 Zuschauer grosse Wembley-Stadion dürfen nur geimpfte oder getestete Fans. Für die Vorrundenspiele sind 22'500 Fans zugelassen, beim Halbfinal und Final dürfen 45'000 Zuschauern mitfeiern.
  • Amsterdam: Trotz allmählich entspannter Corona-Situation sind in der niederländischen Hauptstadt für die EM strenge Schutzmassnahmen vorgesehen. Im Johan-Cruyff-Stadion sind jeweils nur 16'000 Zuschauer mit negativem PCR-Test zugelassen, Fernsehübertragungen im Freien und in Kneipen sind verboten.
  • München: Seit dem 7. Juni sind die Corona-Massnahmen deutlich gelockert worden, unter anderem wurde die Sperrstunde auf Mitternacht angehoben. Grosse Fan-Feste oder Public Viewings sind zwar nicht erlaubt, aber Biergärten und Aussengastronomie dürfen die Fussballspiele übertragen. In der Allianz-Arena mit Platz für 75'000 Zuschauer sind 14'000 Fans zugelassen.

Das sind die Gefahren an Public Viewings

Box aufklappenBox zuklappen

Laut SRF-Wissenschaftsredaktorin Katrin Zöfel ist das Risiko an Public Viewings für geimpfte Personen sehr tief. Allerdings besteht das Restrisiko, dass man sich infiziert und danach noch nicht geimpfte Personen aus dem Umfeld ansteckt.

Jubelnde und feiernde Personen an Public Viewings sind grundsätzlich Aerosol-Schleudern. Trotzdem ist das Risiko gering, weil es Outdoor-Events sind. Dennoch bringt ein Besuch am Public Viewing ein Zufallsfaktor mit sich: Der Fan nebenan könnte mit dem Coronavirus infiziert sein. Bei windstillem Wetter können sich Aerosole nämlich auch draussen verbreiten, wie Katrin Zöfel mit der Ausbreitung vom Zigarettenrauch vergleicht.

  • Budapest: In der ungarischen Hauptstadt sinken die Ansteckungszahlen kontinuierlich. Die Puskas Arena ist der einzige Austragungsort, der mit 61'000 Fans volle Zuschauerränge geplant hat. Geimpfte und genesene inländische Fans sowie ausländische Zuschauer mit einem negativen PCR-Test sind im Stadion zugelassen. In Fan-Zonen wie Public Viewings sind nur Geimpfte und Genesene erlaubt.
  • Bukarest: Die Hauptstadt Rumäniens hat eine der niedrigsten Ansteckungsraten in Europa. Die Arena Nationala darf zu 25 Prozent mit 13'000 Fans besetzt sein. Zugang ins Stadion erhalten geimpfte, genesene und negativ getestete Fans.
  • Baku: Auch in der Hauptstadt Aserbaidschans sind die Corona-Fallzahlen gesunken. Das Nationalstadion darf mit der Hälfte der Kapazität 34'900 Fans empfangen.

Sicht auf die Altstadt der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku mit dem Hochhauskomplex Flame Towers am 09. Juni 2021.
Legende: Sicht auf die Altstadt der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku mit dem Hochhauskomplex Flame Towers. Keystone
  • Sevilla: Obwohl die Region Andalusien eine der höchsten Ansteckungsraten aufweist, gibt es ausser der Sperrstunde um Mitternacht kaum noch Corona-Restriktionen. Das knapp 58'000 Zuschauer grosse Estadio la Cartuja darf 12'000 geimpfte oder getestete Fans einlassen.
  • Rom: Die Corona-Lage in der italienischen Hauptstadt entspannt sich zunehmend. Im knapp 73'000 Zuschauer grossen Olympiastadion sind 16'000 geimpfte, genesene und getestete Fans zugelassen. In der Altstadt sind Fan-Feste und Liveübertragungen geplant.

SRF 4 News, 10.06.2021, 10:43 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andrea-Michael Vecchio  (A-M.V.)
    In die Allianzarena kommt man bestimmt aber nur wenn man zu den 3G's gehört @srf?
    Würde mich andernfalls überraschen
    Wurde im Artikel nicht erwähnt, deswegen frag ich.
    Lg
  • Kommentar von Manuel Schweizer  (uiuiui)
    Corona:
    Unwort 2020 und 2021!

    Ich freue mich jedes Mal, wenn nicht gleich der erste Artikel auf SRF was mit Covid zu tun hat. Zeit, sich wieder um wichtigere Themen zu kümmern als sich ständig mit Fallzahlen und Risiken zu beschäftigen, die so im Detail präsentiert eh keinen Mehrwert haben. Wem's gefällt, kann ja den Ticker lesen. Bitte mehr "virenfreie" Artikel! Danke ;)