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G20-Finanzministertreffen in Venedig
Aus HeuteMorgen vom 09.07.2021.
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G20-Finanzministertreffen Zerbricht die globale Steuerreform an den USA?

Trotz Unterstützung von US-Finanzministerin Janet Yellen: Der grosse Wurf hat noch viele Hürden zu nehmen.

Heute und morgen treffen sich die Finanzminister der zwanzig grössten Wirtschaftsmächte der Welt, die G20, in Venedig. Dabei steht auch die geplante globale Unternehmenssteuerreform im Fokus. Diese sieht unter anderem eine globale Mindeststeuer von mindestens 15 Prozent vor.

Die US-Finanzministerin Janet Yellen fand bereits nach dem Treffen der G7-Finanzminister vor einem Monat nur lobende Worte für die Reform. Sie würde den Wettlauf nach unten bei den Unternehmenssteuern beenden und der Mittelklasse und den Arbeitern in den USA und der ganzen Welt Fairness in der Besteuerung garantieren.

Inzwischen haben 130 Länder unter dem Dach der Industrieländerorganisation OECD angekündigt, die Reform mitzutragen, darunter auch die Schweiz. Und auch die G20-Finanzminister werden an diesem Wochenende voraussichtlich politischen Rückenwind geben, damit das Projekt bis Oktober von der OECD finalisiert werden kann.

Reform könnte am US-Kongress scheitern

Dennoch könnte die Reform nun ausgerechnet an den USA scheitern. Denn es dürfte für Yellen nicht einfach sein. die notwendige Zweidrittelmehrheit im US-Kongress zu gewinnen. Die Republikaner, die im Kongress die Hälfte der Stimmen stellen, lehnen die Reform inklusive geplanter Steuererhöhungen ab.

Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer, der bei den G-20 als Gast dabei ist, dürfte besonders aufmerksam zuhören, was seine Kollegin Yellen in Venedig zu berichten hat. Das Niedrigsteuerland Schweiz würde durch eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent unter Druck geraten und hat sich daher nur unter Bedenken den Reformplänen angeschlossen.

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Wird die Schweiz die Mindeststeuer zu spüren bekommen?
Aus Tagesschau vom 06.06.2021.
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Vielleicht darf sich die Eidgenossenschaft nun wieder leise Hoffnung machen, dass Yellens Vorzeigeprojekt am Ende gar nicht zustande kommt, weil die grösste Wirtschaftsmacht der Welt nicht mitzieht.

HeuteMorgen, 09.07.2021, 06:00 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Schwarb  (Ganymed)
    Ausgerechnet die Republikaner blockieren das Abkommen. Wie stellen die sich das vor? Wenn Reagan, Bush oder Trump eines gut konnten , dann war es Schulden zu machen . Das Land müsste sich doch einmal die Frage stellen, wie generieren wir Einnahmen.
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Die Meldung des Durchbruchs in Sachen Steuerharmonisierung war zu schön um wahr zu sein. Jetzt haben wieder Alltag und da haben die grossen Konzerne und der Geldadel das Sagen.
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Die Welt braucht diese Steuerreform dringend. Auch die Schweiz. Die Befürchtung Steuerzahler zu verlieren
    Ist an den Haaren herbei gezogen
    Es kann einfach nicht mehr toleriert werden, dass der Lohnempfänger
    mit Lohnausweis prozentual mehr Steuern zahlt als eine internationale
    Firma mit verschiedenen Standorten weltweit
    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Ca. 130 Länder haben sich bereit erklärt das umzusetzen, knapp 70 Länder nicht. Es verbleiben genügend Länder die sich als Steueroase etablieren könnten.