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Gaza-Konflikt Lenkdrachen als heimtückische Waffe

  • In den vergangenen Wochen haben Palästinenser als Teil von Massenprotesten rund 600 Drachen mit brennenden Materialien von Gaza nach Israel gelenkt.
  • Gegen neun Quadratkilometer landwirtschaftliche Flächen und Wald sind bislang verbrannt.
  • Nach Medienberichten beträgt der Schaden mittlerweile umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro.

Ein israelischer Minister hat gezielte Tötungen jener Palästinenser gefordert, die seit Wochen Drachen mit brennenden Stofffetzen vom Gazastreifen nach Israel lenken. «Ich erwarte von der israelischen Armee, auf die Drachenlenker genauso zu reagieren wie auf jeden anderen Terroristen». Das sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, diese Woche.

Auf den ersten Blick sehen die Drachen harmlos aus. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die Absicht, welche hinter dem Spielzeug aus Plastik steckt. Mit einem Draht ist eine Getränkedose am Drachen befestigt. Diese werde mit brennbarer Flüssigkeit gefüllt, angezündet, dann werde der Drache losgeschickt, sagt der Feuerwehrkommandant Igal Zohar. Die Wirkung ist verheerend.

Rund 9 Quadratkilometer Land wurden in den letzten Wochen so zerstört. Als Bauer sei es so schmerzhaft zu sehen, wie monatelange Arbeit in nur einer Minute in Flammen aufgehe, sagt Kibbutz-Bauer Daniel Rahamim.

Legende: Video Lenkdrachen als Waffe abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.06.2018.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    Innovativ, die Palästinenser, aber leider überhaupt nicht zielführend.
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Das kann alles nicht wirklich so wahr sein. Alles ist angeblich verbrannt. Nur der Drache aus Holz und Plastik ist noch ganz. Das Holz ist nicht mal angesengt und der Plastik nirgendwo geschmolzen. Hmmm...
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Die verbrannten Drachen kann man ja nicht zeigen... es hat immer Welche die nicht brennend ankommen... di kann man zeigen.. ausserdem ist das Foto uU eine "Studiofoto" als Aufhaenger...
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Herr Nanni, mit dem Studiofoto könnten Sie recht haben. Vielleicht nicht so wie Sie denken. Wer sagt mir, dass die Geschichten nicht erfunden sind und die Brände von den Siedlern selber gelegt wurden oder dem trockenen Klima geschuldet sind wie anderswo im Mittelmeerraum auch? Israel war sich ja noch nie zu schade "Beweise" hervor zu zaubern, wenns den eigenen Zielen dienlich war.
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    3. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Herr Nanni, in der "The Times of Israel" hat es Drohnenbilder von einem Naturschutzreservat, das angeblich von solchen Drachen in Brand gesteckt worden sei mit einer riesigen Fläche der Verwüstung. Die Landwirtschaftsfläche gleich über die Schotterstrasse ist aber grün und saftig geblieben. Haben Sie schon einmal ein Buschfeuer gesehen, das an der Strasse stehen geblieben ist?
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    4. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      @ Mueller... ja das habe ich gesehen, sehe ich alle Jahre... wir haben viele Bushbraende.. die bleiben aber jeweils an einer Strasse stehen... also springen nicht ueber, es sei denn dass Baumkronen uber die Strasse haengen. Wir selber machen alle Jahre wieder "firebreaks" um unsere Farm zu schuetzen... mit "dish-Pflug" und grader.. 8m iR genuegt.
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    5. Antwort von Magdalena Glaus (Bhabiana)
      Herr Müller, ich kann ihnen gerne sagen, wer Meister im Erfinden von Geschichten ist! Sie müssen nur einmal nach Pallywood googeln und werden staunen, was da alles möglich ist: Verletzte springen von den Bahren, Tote bewegen sich unter den Leichentüchern, Frauen weinen vor dutzenden Kameras und werden von lachenden Nachbarinnen angefeuert, wöchentliche Demonstrationen vor extra bestellten Medienvertretern finden planmässig statt etc! Ich denke nicht, dass Israel solche Inszenierungen nötig hat!
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    6. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Frau Glaus, ich sage nicht, dass die Palästinensische Seite immer ehrlich ist. Ich bin sogar sicher, dass solche Drachen fliegen gelassen werden. Aber die Behauptung, von 9 Quadratilometer und 1,2 Mio Schaden, sowie die Fotos sind Propaganda. Und ganz sicher ist es kein Freipass für Lynchjustiz, wie Herr Erdan das fordert. Israel behauptet immer ein Rechtsstaat zu sein. Lynchjustiz, insbesondere auf Grund falscher Anschuldigungen ist einem Rechtsstaat nicht würdig.
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    7. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ nanni: was Sie beschreiben ist Brandrodung unter kontrollierten Bedingungen, nicht ein Buschbrand. Die sieht man regelmässig in Spanien, Kalifornien, Australien, Griechenland... Und nein, eine Strasse ist kein Hindernis, sonst gäbe es nicht regelmässig Tote und Verletzte und Obdachlose in besagten Gebieten.
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  • Kommentar von SRF News(SRF)
    In einer früheren Fassung des Artikels war eine falsche Fläche angegeben. Das ist korrigiert. Das SRF News Team.
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    1. Antwort von Alfred Schläpfer (191.5yenokavan)
      Peinlich aber entschuldbar. Im Gegensatz zur Geschichtsklitterung Israels und deren Sympathisanten. Zurück zu den Grenzen von 1967 und raus aus allen nachträglich erstellten Siedlung. Nicht meine Forderung, nein, die von vernunftbegabten Israelis und Palästinensern. Hoffen wir, dass sie erfolgreich sind, trotz unseren zum Teil widerlichen und unfundierten Kommentaren.
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