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Gefangenenlager auf Kuba US-Regierung entlässt Guantanamo-Häftling

  • Erstmals seit Amtsantritt hat die Regierung von Präsident Joe Biden einen Gefangenen aus dem US-Militärgefängnis Guantanamo auf Kuba entlassen.
  • Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, der Mann sei in seine Heimat Marokko überstellt worden.
  • Nach seiner Freilassung verbleiben noch 39 Gefangene in Guantanamo.
Video
Aus dem Archiv: Reportage aus dem Folter-Gefängnis Guantanamo
Aus 10 vor 10 vom 07.10.2014.
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Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, dass der Häftling nach Marokko gebracht worden sei, weil er keine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA mehr darstelle. Marokko habe Sicherheitsgarantien gegeben und eine «menschliche Behandlung» des Mannes zugesagt, hiess es.

Politische Uneinigkeiten in der Vergangenheit

Das Pentagon machte keine Angaben dazu, ob der nun entlassene Mann in Marokko inhaftiert bleiben oder freigelassen würde. Das Aussenministerium dankte Marokko für die Bereitschaft, ihn aufzunehmen und appellierte an andere Länder, ihre Staatsbürger, die im Ausland für Terrororganisationen gekämpft hätten, ebenfalls wieder aufzunehmen.

2016 empfahl eine unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama eingesetzte Kommission bereits die Entlassung des Marokkaners. Die nötigen Schritte konnten aber nicht mehr vor dem Regierungswechsel erfüllt werden. Nachfolger Donald Trump lehnte danach Entlassungen aus dem Lager strikt ab.

Biden bemüht sich um Schliessung des Lagers

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde das Gefangenenlager unter dem Präsidenten George W. Bush errichtet, um mutmassliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Obama wollte es schliessen, aber scheiterte am Widerstand im US-Kongress. Der Republikaner Trump wollte danach das Lager weiter offen halten.

Als Obamas einstiger Vizepräsident bemüht sich Biden erneut um eine Schliessung. Die US-Regierung setze auf einen «überlegten und gründlichen Prozess» zur «verantwortlichen Reduzierung der Zahl der Häftlinge», erklärte das Aussenministerium.

SRF 4 News, 19.07.2021, 15:00 Uhr

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    "...um mutmassliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten."

    Ist es nicht interessant, das kein einziges westliches Land Sanktionen gegen die USA erwogen hat, bis diese bereit sind, wieder vollständig zur Rechtsstaatlichkeit zurückzukehren ?
  • Kommentar von Dino Rigoli  (Dino Rigoli)
    Sie sollten genauer lesen, dann würden auch Sie verstehen, warum Obama keine Chance hatte, das Lager zu schliessen…
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Zitat: „Nach den Terroranschl. vom 11. 9. 2001wurde das Gefangenenlager unter dem Präsidenten George W. Bush errichtet,um mutmassliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten.Obama wollte es schliessen, aber scheiterte am Widerstand im US-Kongress.Der Republikaner Trump wollte danach das Lager weiter offen halten.“ —Da hege ich grosse Zweifel, ob der Westen so viel besser ist als Teile des Orients,aus den die Terrororganisationen hervorgegangen sind.USA u GB mit langen Fingern dort!
    1. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Solche Sachen eignen sind für Schwarz/Weiss-Dwnken, Siege auch den nachfolgenden Kommentar von Frau Müller.
      Die Wahrheit ist, dass es ungeheuer kompliziert ist, für diese Gefangenen eine gute Lösung zu finden.
      Sei es, dass die Heimatländer diese Leute nicht mehr wollen oder sie dort umgehend exekutiert würden. Sei es, dass sie zwar nicht formal sauber verurteilt, aber trotzdem sehr gefährlich sind.
      Aber ja, besser wäre es gewesen, sie gar nie nach Guantanamo zu holen.
    2. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Ich habe ein Faible für (bürgerl.) Mitte-Politik. (U.a. oftmals den altschweizerischen Kompromiss.)

      Nix mit Schwarz-Weiss-Schema.
      Aber zu Mittepolitik gehört eben auch, dass man gegen beide Seiten hin mit gleichen Ellen misst.
      Sonst ist es nicht Mitte. So simpel ist das.
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Urs Müller und Maria Müller: Meinen Sie, dass mein Kommentar zu Schwarz-Weiss-Malerei neigt? Oder meinen Sie den obigen Bericht? Dass sich westliche Länder arrogant benahmen in orientalischen Ländern,steht ausser Zweifel. Und dass die Republikaner grossen Teils schadhafte Politik betrieben,steht auch ausser Zweifel:Reiche protegiert;kaum Rassismus bekämpft; kaum Umwelt- und Oekopolitik; z.T.„Anhimmeln“von Trump. Das kann nun mit dem besten Willen nicht als menschenfreundlich bezeichnet werden.
    4. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @ Müller. Alles was nicht ihrer politischen Meinung entspricht, wird von Ihnen als "Links" verunglimpft. Sie behaupten, sie hätten ein Faible für die politische Mitte, komischerweise habe ich von Ihnen noch nie eine Kritik an rechten Parteien gelesen. In Sachen Klimaschutz hat im übrigen auch die bürgerliche Mitte seit Jahrzehnten versagt!
    5. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      @kirchhoff:

      Das stimmt so nicht.
      Lesen Sie mal meine Statements zu:

      - Trinkwasserinitiative (Pro)
      - Pestizidinitiative (Pro)
      - CO2-Gesetz (Pro)
      - Burkainitiative (Dagegen)
      Etc. etc. etc.

      Und viele weitere mehr, in denen ich bei allen GEGEN "rechte Parteien" votierte.
      Das macht eben die Mitte aus: Sie ist ein SPEKTRUM mit einer gewissen Breite (keine stur fanatische "Bastion").

      Was aber auch die Mitte ausmacht: Sie ist NICHTlinks.
      Sonst wäre es nicht die Mitte. Ganz simpel.