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Gegenseitig eingeladen Trump nach Moskau eingeladen – und Putin nach Washington

Trump und Putin
Legende: Trump und Putin waren am 16. Juli in Helsinki zu ihrem ersten Gipfel zusammengekommen. Keystone
  • US-PräsidentTrump und der russische Präsident Putin wollen ihre bilateralen Gespräche fortsetzen.
  • Putin nahm eine Einladung Trumps nach Washington an und lud den US-Präsidenten seinerseits nach Moskau ein.
  • Trump liess mitteilen, dass er für eine solche Reise offen sei. Termine wurden noch nicht genannt.

Der russische Staatschef machte bei einem Besuch in Südafrika klar, dass die Initiative für die Begegnungen von Trump ausgehe: «Trump wünscht weitere Treffen in der Zukunft, und ich bin bereit.» Nach Washington werde er aber erst dann reisen, wenn die politischen Voraussetzungen erfüllt seien. Die persönlichen Treffen mit Trump seien «nützlich» und «notwendig», fügte Putin hinzu.
Das Weisse Haus erklärte daraufhin: «Präsident Trump freut sich darauf, Präsident Putin nach dem ersten Treffen des Jahres in Washington zu empfangen, und er ist offen für einen Besuch in Moskau, sobald eine förmliche Einladung eingeht.»

Holpriges Vorgehen

Die Anbahnung der Begegnungen war auf US-Seite holprig verlaufen. Trump hatte Putin nach der ersten bilateralen Begegnung in Helsinki zunächst für den Herbst nach Washington eingeladen - zum Erstaunen auch seiner engen Mitarbeiter. Am Mittwoch dann verschob das Weisse Haus den Besuch auf einen nicht näher bestimmten Termin im kommenden Jahr.
Putin äusserte sich am Freitag gelassen zu den Turbulenzen auf US-Seite. «Das Leben geht weiter und unsere Kontakte gehen weiter trotz der Schwierigkeiten in der US-Innenpolitik», sagte er in Johannesburg. Den US-Präsidenten werde er als nächstes am Rande des G-20-Gipfels in Argentinien im November treffen. «Kontakte auf höchster Ebene sind nötig» sagte er. «Man kann nicht alles am Telefon diskutieren.»
Trump und Putin hatten am Montag vergangener Woche in Helsinki ihren ersten bilateralen Gipfel abgehalten. Trumps Auftritt sorgte in Teilen der US-Öffentlichkeit für grosse Empörung, weil er es bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin vermieden hatte, die mutmasslich von Russland ausgegangenen Cyberattacken auf die US-Demokraten im Wahlkampf zu verurteilen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Als Herr Bush senjor und Herr Gorbatschow sich trafen, kamen zwei Menschen zusammen die an einem Frieden wirklich interessiert waren. Dies ist bei Herr Trump und Herr Putin zweifellos nicht der Fall, für sie ist es nur eine Bühne um sich zu profilieren. Oder war es beim sogenannten Nordkorea-Gipfel mit Herr Trump und Herr Kim anders. Viel Geplapper, aber nichts konkretes.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Als Bush sen. und Gorbartschow sich trafen, konnte man hoffnungsvolle Gespräche erwarten. Das waren keine Egomanen und Narzissten. Solange die Amis mit dem Argument "der böse Russe" Waffen verkaufen wollen und den Russen ihr Öl- und Gasgeschäft geneidet wird, ist alles nur Schaumschlägerei. Das Supertrump im Vergleich zu Putin, finanziell ein kleines Licht ist , macht die Sache auch nicht einfacher.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    In 70er Jahren hat USA sich China angenährt um UDSSR zu isolieren. Mit Erfolg. Morgen ist China grösste Herausforderer von USA. Seit 2008 versucht USA hat Russland in Knien zu zwingen und dabei gescheitert. Jetzt muss sich USA China widmen und schlimmste für USA wird eine strategische Freundschaft zwischen Russland und China sein. Trump hat das verstanden und versucht jetzt Russland Hof zu machen. Aber, er muss Gehirnlose Kongress davon überzeugen.
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    1. Antwort von Frank Henchler (Fränki)
      Wenn man China in Schach halten will, ist Europa der wesentlich potentere Partner für die USA. Aber von jemanden, der noch nicht mal einen 2 und 3. Schritt weiter denkt, kann man nicht erwarten, dass er eine globale Strategie entwickelt. Er ist so einfach gestrickt, dass es vermutlich nur darum geht, einen nicht nachhaltigen Deal auszuhandeln.
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    2. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      F.H. EU ist engste USA Partner. Position von EU wird sich in nächste paar Jahrzehnten kaum ändern. China braucht Russland um in einen offenen Konflikt mit USA zu bestehen. In erste Linie um Rohstoffe zu bekommen aber auch militärisch zu bestehen. Mehrere PVO Systemen sind in letzte Monaten an russische Grenze verlegt worden. Russische Radarsystemen in Region sind auch an chinesische Systeme angeschlossen worden. Generalstäbe sind teilweise zusammengelegt...
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