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Gesundheitsrisiko Luft Verpestete Luft setzt vor allem den Kleinsten zu

Legende: Video Kinder sind dem Feinstaub besonders ausgesetzt abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.10.2018.
  • Luftverschmutzung tötet einer neuen Studie zufolge weltweit sieben Millionen Menschen pro Jahr vorzeitig.
  • Rund 600'000 von ihnen sind Kinder unter 15 Jahren.
  • Betroffen seien vor allem Menschen in ärmeren Ländern.
Velofahrer in Peking mit einer Schutzmaske.
Legende: 93 Prozent der Kinder weltweit atmen Luft, die krank machen kann. Reuters

Luftverschmutzung ist eine globale Gesundheitskrise, warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO, die sich auf Zahlen aus dem Jahr 2016 bezieht.

Im Durchschnitt atmen weltweit 93 Prozent der Kinder demnach Luft ein, die ein Risiko für ihre Gesundheit und ihre Entwicklung darstellt. In den reichen Ländern seien es 52 Prozent, in den übrigen Staaten 98 Prozent.

Belastung für Kinder beginnt schon im Mutterleib

Rund 13 Prozent der Todesfälle von unter Fünfjährigen seien 2016 weltweit auf Lungenentzündungen zurückgegangen, heisst es in der Studie – mehr als durch Durchfall ums Leben kamen, durch Mangelernährung oder ansteckende Krankheiten.

Schon im Mutterleib seien Föten gefährdet, schreibt die WHO. Schadstoffe könnten über den Blutkreislauf der Mutter zu dem ungeborenen Kind gelangen. Das könne die DNA schädigen, das Wachstum und den Aufbau eines robusten Immunsystems stören. Kinder seien dadurch unter Umständen besonders anfällig für Allergien und Asthma. Ausserdem könne die Entwicklung des Gehirns leiden.

Die Bürger sollten politischen Druck ausüben, um das Umweltziel einer besseren Luft zu erreichen, meinte die WHO-Expertin für öffentliche Gesundheit, Maria Neira. Die WHO veröffentlichte ihre Zahlen am Vortag einer dreitägigen UNO-Konferenz in Genf zum Ausmass und zur Bekämpfung der Luftverschmutzung.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Franco Caroselli (FrancoCaroselli)
    Somit kann der Mensch mit Gewissheit nicht intelligenter sein als ein Tier. Plastikmüll in den Meeren, Smog einatmen durch Autoabgase, Urwald abholzung, Ölverschmutzung in Meeren und Flüssen Alaskas, Chemieabwasser in der Nordsee durch Spezialtankschiffe, Bleiabwasser in Amazonas Flüssen durch Goldabbau und und. Das macht ein Tier nicht.
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    1. Antwort von Martin Müller (Sprak)
      Rauchen haben Sie noch vergessen, d.h. die eigene Atemluft bewusst und massiv zu verpesten und die Luft in einem 20-Meter-Umkreis etwas weniger stark aber immer noch sehr hässlich und ungeniessbar zu machen.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Was sollen wir nur mit diesen Nachrichten anfangen? Und jetzt? Zur Zeit scheinen wir ja von Menschen 'regiert' zu werden die weder die Menschen mögen, diese genaugenommen verachten, ganz zu Schweigen die Mitwelt. Solche, die es noch nicht begriffen haben, dass sie genauso Mitwesen in der Welt sind unabhängig der Klasse und des Portfolios. Doch zur Zeit grassiert etwas das sich eigentlich nur noch als galoppierende Dummheit der Arroganten und deren, masochistischen Mitläufer zu bezeichnen ist.
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