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International Gewaltausbruch bei Räumung von Flüchtlingslager bei Calais

Bei der umstrittenen Räumung eines Teils des Flüchtlingslagers kommt es in Calais zu Auseinandersetzungen. Die Polizei setzt dabei auch Tränengas ein. Viele Flüchtlinge wollen bleiben.

In Nordfrankreich ist es bei der Räumung des provisorischen Flüchtlingslagers unweit von Calais zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas gegen etwa 150 bis 200 Migranten und deren Unterstützer ein, die die Polizisten mit Steinen bewarfen und drei behelfsmässige Unterkünfte in Brand setzten.

Legende: Video Auseinandersetzungen in Calais abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.03.2016.

Zuvor hatten etwa 20 Bauarbeiter unter Polizeischutz damit begonnen, Hütten abzureissen. Ein Gericht hatte die Anordnung zur Räumung eines grossen Teil des Lagers am Ärmelkanal für zulässig erklärt. Lediglich Gemeinschaftsbereiche wie etwa eine Schule oder ein Theater sollten erhalten bleiben.

Hunderte Menschen umsiedeln

Nach Angaben des Innenministeriums sind vom Abriss etwa 800 bis 1000 Migranten betroffen. Unterstützer der Lagerbewohner sprechen jedoch von mindestens 3400 Menschen, darunter Frauen und kleine Kinder. Die Bewohner sollen auf andere Unterkünfte in Frankreich verteilt werden.

Im Verlauf des vergangenen Jahres sind Tausende Menschen auf der Flucht vor Krieg und Armut in dem Lager gestrandet. Die meisten von ihnen wollen illegal per Zug oder Lkw durch den Eurotunnel oder per Fähre nach Grossbritannien zu gelangen. Viele Flüchtlinge wollen deshalb Calais nicht verlassen und beantragen kein Asyl in Frankreich.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von martin reiser (martin reiser)
    "Die Flüchtlinge hatten nur wenig Zeit, um vor der Umsiedlung ihre Sachen zu packen." Stimmt so nicht. Die Flüchtlinge wussten vom Tag 1 ihres Tuns an, dass sie illegal handelten und daher jederzeit damit rechnen mussten, vertrieben zu werden.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Es ist in nächster Zeit zu beobachten, wie sich Millionen "Flüchtlinge" unter dem Schutz von Politikern, Medien und NGOs in Millionen Forderer verwandeln. Denn, weder Politiker, noch Medien, noch NGOs schaffen nur einen realen Arbeitsplatz, machen aus unserer Kultur fernen Moslems Europäer. Diese Millionen etablieren sich hier als explosives Unterproletariat in Parallelgesellschaften. Nicht Abermilliarden, nicht Kanzelreden der langweilenden, blind und tauben Moralapostel ändern daran etwas.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Calais belegt seit Jahren, dass es um Armutsmigration geht und es nichts mit Flüchtlingen im Sinne der Genfer Konvention zu tun hat. Hier verrohen Tausende aus allen Ländern Afrikas und des Mittleren Osten, während sie monatelang nichts anderes machen, als nachts versuchen auf LKWs illegal ins gelobte Land GB zu kommen. In Calais fallen übrigens keine Bomben und Viele sind seit Monaten im sicheren Europa unterwegs. Die Leute wollen nur in ihr Wunschland, egal wie.
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