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International Gewaltsame Streiks in Frankreich

Taxifahrer, Fluglotsen, Lehrer: Streiks mehrerer Berufsgruppen haben in Frankreich das öffentliche Leben lahmgelegt. Tausende Arbeitnehmer gingen aus Protest gegen Kürzungen und die wachsende Konkurrenz in ihrem Sektor auf die Strasse.

Legende: Video Taxifahrer protestieren in Paris abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Vom 26.01.2016.

Im Grossraum Paris wurden wegen energischer Proteste von Taxifahrern, die Strassen blockierten, 20 Menschen festgenommen. «Ich bin Taxi» und «Macron und Uber sind Komplizen», riefen die Taxifahrer mit Verweis auf Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und den US-Fahrdienstanbieter Uber.

Rund 1500 Taxifahrer hatten sich im Grossraum Paris unter anderem an den Flughäfen und an der westlichen Porte Maillot zu Protesten eingefunden. Sie beklagen, nicht mehr von ihrem Beruf leben zu können, und fordern Ausgleichszahlungen.

Premierminister verurteilte die Ausschreitungen

Hunderte Taxis blockierten eine Zufahrtstrasse in die Stadt. 19 Demonstranten wurden festgenommen. Die Streikenden warfen mit Steinen und Eiern auf Sicherheitskräfte und blockierten die Strasse mit brennenden Reifen. Auch in Marseille, Lille und Grenoble gab es Blockaden.

Premierminister Manuel Valls verurteilte die Ausschreitungen. Jeder habe ein Demonstrationsrecht und das werde auch während des Ausnahmezustands respektiert. Derlei Gewalt sei aber «indiskutabel» und durch nichts zu rechtfertigen.

Lehrer und Beamte fordern mehr Geld

Auch in der Luftfahrt wurde gestreikt, dort waren die Fluglotsen zum Ausstand aufgerufen. Jeder fünfte Flug wurde bereits im Vorfeld gestrichen – die Lage an den Flughäfen blieb deshalb weitgehend ruhig. Die Fluglotsen protestieren gegen geplante Gehaltskürzungen.

Nicht zuletzt waren auch die 5,6 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen aufgerufen. Der Sektor ist seit Jahren von Gehaltskürzungen betroffen. Tausende fanden sich zu Kundgebungen ein, darunter in Marseille und Rouen.

Frankreichs Lehrer gingen ebenfalls auf die Strasse. Sie machten nicht nur ihrem Unmut über die Bezahlung, sondern auch über die Schulreform Luft, die mit Beginn des neuen Schuljahres umgesetzt werden soll.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Sollte die "Eurokratie" in die gleiche Richtung, nämlich Richtung USA und Neoliberalismus (Geld an Private, Schulden für Steuerzahler) weiterschreiten, werden sich soziale Proteste auch in anderen ländern Europas ausweiten.
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  • Kommentar von Timo Schneider (dabadee)
    Ich arbeite auch im öffentlichen Dienst, bei skyguide (Flugsicherung Schweiz). Hier wird auch an allen Enden gespart und kürzlich wurden 8 Personen freigestellt. Dabei sind wir eine non-Profit-Organisation, die jährlich Gewinne abwirft. Warum den einfachen Mitarbeiter entlassen, um zu sparen? Das schürt nur Agressionen, wie in Frankreich noch und nöcher zu sehen sind. Gleichzeitig werden wieder irgendwelche Kaderleute eingestellt...Eine sehr inkonsequente Firmenpolitik, die zu Denken gibt.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Mich erstaunt immer wieder, wie heftig reagiert wird, wenn es DIREKT an den eigenen Geldbeutel geht, sonst aber lässt man so gut wie jede Staatsabzocke und die fatalsten Fehlentscheide mit gewaltigen finanziellen Folgen friedlich laufen!
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