Amtseinführung im Iran Hassan Rohani vor grossen Herausforderungen

Zweieinhalb Monate nach seinem Wahlsieg verspricht Irans moderater Präsident dem Volk mehr Freiheiten.

Hassan Rohani am Rednerpult Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf Reformer Ruhani kommen schwere Zeiten zu. In erster Linie muss er das Atomabkommen retten. Keystone

  • Hassan Rohani ist offiziell in seine zweite Amtszeit eingeführt worden.
  • Der oberste geistliche Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, bestätigte ihn.
  • Bei der Wahl im Mai war Rohani mit deutlichem Vorsprung vor seinem konservativen Herausforderer Ebrahim Raisi gewählt worden.

Bei der Amtseinführung Rohanis forderte Chamenei einen härteren Kurs gegen die «aggressive» Politik der USA. Er mahnte Rohani, «sich mit Kraft den herrschenden Mächten zu widersetzen», besonders den USA.

Keine Zensur, dafür Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit

Während Rohanis Konkurrent Ebrahim Raisi im Wahlkampf einen härteren Kurs gegenüber dem Westen und eine Rückbesinnung auf die islamischen Werte versprochen hatte, war Rohani für eine Fortsetzung seines Kurses der Öffnung und des Ausgleichs eingetreten.

Er habe die Stimme des Volkes gehört und wolle dessen Forderungen respiektieren, sagte Ruhani nun bei seiner Vereidigung. Dazu gehörten Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und freier Zugang zu Informationen.