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«Hetzjagden» in Chemnitz Polizeigewerkschaften mahnen Politik zu Mässigung

  • Deutsche Polizeigewerkschaften haben die Politik zu Mässigung aufgerufen und vor Fehlinterpretationen gewarnt in der Debatte um angebliche Hetzjagden in der Stadt Chemnitz.
  • In der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Oliver Malchow, es habe keine Hetzjagd per Definition gegeben, niemand sei von Bewaffneten durch die Strassen gejagt worden.
  • Aber mit Hitlergrüssen und Körperverletzungen sei es keineswegs eine friedliche Veranstaltung gewesen.

Politikern empfehle er, sich bei heiklen Themen erst dann zu äussern, wenn verlässliche Informationen vorliegen. Alles andere sei kontraproduktiv.

Zuvor hatte der Präsident des deutschen Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maassen, die Echtheit eines Videos angezweifelt. Es zeigt, wie Rechtsextreme in der Stadt Chemnitz Ausländer verfolgen. Mit seinen Äusserungen hat Maassen scharfe Kritik von SPD, Grünen und Linken auf sich gezogen. Rückendeckung erhielt er dagegen von Innenminister Horst Seehofer (CSU).

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hält das Video dagegen für echt. Es lägen keine Anhaltspunkte für eine Fälschung vor.

Legende: Video Wut und Hass in Chemnitz abspielen. Laufzeit 04:53 Minuten.
Aus 10vor10 vom 28.08.2018.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    M. Kretschmer, H. G. Maassen, die Generalstaatsanwaltschaft, sie alle haben den Öffentlich Rechtlichen öffentlich widersprochen: Es gab keine Hetzjagd in Chemnitz. Aber das ist nicht ganz richtig: Wenn man zu zehnt im Rudel auf drei Staatsbürger einprügelt und einsticht, dann ist das exakt das, eine Jagd mit einem Toten und zwei schwerverletzten als Resultat.
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Wir haben alle die Bilder gesehen. Sonst könnt ihr ja den 10 vor 10 Beitrag oben im Artikel schauen. Die verharmlosung von Rechtsextremen finde ich ein gravierender Fehler. Das könnte noch aus dem Ruder laufen.
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Die Deutsche Politiker/innen Können hier vom eigenen Versagen ablenken wenn sie über angeblicke rechte Hetzjagten berichten. Das Erstarken der AFD im deutschen Osten konnte nur geschehen weil die deutsche Regierung hier ihre Arbeit nich machte. Wenn selbst die in Chemnitz anwesende Polizei sagt dass es keine Hetzjagden gab, gab es auch keine. Natürlich waren auch Rechte anwesend, was man an den zahlreichen Äusserungen sehen konnte.
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