«Hier geht es um weniger tote Kinder»

Mehrere Tausend Menschen haben in Washington für schärfere Waffengesetze demonstriert. US-Bildungsminister Arne Duncan forderte mehr Verantwortung mit Waffen: «Wir müssen endlich handeln.»

Einwohner von Newtown an der Demo in Washington Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einwohner von Newtown, an dessen Schule im Dezember ein Amokschütze 20 Kinder und sieben Erwachsene getötet hat. Reuters

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Strengeres Gesetz

Die Demokraten haben ein Gesetz zum Verbot halbautomatischer Waffen in den Kongress eingebracht. Es soll Herstellung, Einfuhr und Verkauf von über 150 meist halbautomatischen Waffen verbieten. Schusswaffen für Privatpersonen sollen nicht mehr so stark militärischen Gewehren ähneln dürfen.

Tausende Menschen haben in Washington auf einer Kundgebung schärfere Waffengesetze gefordert.

US-Bildungsminister Arne Duncan hat das Ansinnen unterstützt. «Hier geht es um Verantwortung mit Waffen, hier geht es um Sicherheit, hier geht es um weniger tote Amerikaner, hier geht es um weniger tote Kinder», sagte er. «Wir müssen endlich handeln.»

Eleanor Holmes Norton, Mitglied des Repräsentantenhauses, rief zu Entschlossenheit auf. «Nur eine empörte Öffentlichkeit kann diese Gewalt der Waffen beenden», sagte sie nach Angaben des Senders CNN.

Zu der Kundgebung waren auch etwa 100 Vertreter der Stadt Newtown gekommen. Dort hatte ein 21-Jähriger im Dezember 20 Schulkinder und sieben Erwachsene erschossen, ehe er sich selbst tötete. Seit diesem Massaker ist US-Präsident Barack Obama um schärfere Waffengesetze bemüht, stösst dabei aber auf den Widerstand der einflussreichen US-Waffenlobby.

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Demo gegen Waffen

Ein Überlebender eines Massakers ruft zu Massnahmen auf (engl.)