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International Hillary Clinton und die Wut der Sanders-Anhänger

Gemeinsam vereint, das ist das Motto des Kongresses der Demokratischen Partei in den USA. Gleich zu Beginn aber brachen die Gräben auf zwischen den Bernie-Sanders-Anhängern und der Partei mit ihrer Kandidatin Hillary Clinton. E-Mails zeigen, dass die Partei von Anfang an Clinton unterstützte.

Legende: Video «Sanders brilliert beim Konvent der Demokraten» abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.07.2016.

Wir werden nicht Hillary wählen, rufen Demonstranten vor dem Kongresszentrum in Philadelphia, wo die demokratische Partei Hillary Clinton heute offiziell als Präsidentschaftskandidatin nominieren wird.

Rund 1500 Protestierende versammeln sich, mehr als letzte Woche bei den Republikanern. Ihr Kandidat Bernie Sanders sei von der Partei ungerecht behandelt worden, kritisieren sie. E-Mails aus der Parteizentrale, die auf «Wikileaks» enthüllt wurden, bestätigen dies.

Die Leute sind wütend. Er werde im November einen Kandidaten einer Drittpartei wählen, sagt ein junger Mann: Gary Johnson der liberalen Partei oder Jill Stein der Grünen. Auch wenn das heisse, dass Donald Trump gewinnen könnte.

Für das mindere Übel zu stimmen – das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Einer ist ein Faschist und die andere hängt am Gängelband der Grosskonzerne.
junger Demonstrant in Philadelphia

Eine junge Frau mit einer Bernie-Sanders Schirmmütze doppelt nach: Wenn Trump gewinne, sei es, weil die Demokratische Partei Leute wie sie ausgeschlossen, nicht auf sie gehört habe. Bernie Sanders versucht zu besänftigen. Er trifft sich mit seinen Anhängern, und die Demokraten stellen das Redeprogramm so um, dass er die Schlussrede halten darf. Er endet mit den Worten: «Hillary Clinton wird eine ausgezeichnete Präsidentin sein und ich stehe zu ihr!»

Trotz der aufgeheizten Stimmung: Glaubt man den Umfragen, werden die meisten der Sanders-Leute im November Clinton wählen.

Hillary Clinton wird eine ausgezeichnete Präsidentin sein und ich stehe zu ihr.
Autor: Bernie SandersUnterlegener Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten
Portrait eines lächelnden Mannes mit Halbglatze.
Legende: Die Partei von innen verändern, auch wenn das heisst, die «bittere Pille» Clinton zu schlucken (Tom Gallagher). SRF

Tom Gallagher, ein Bernie-Sanders-Unterstützer aus Kalifornien, hat seit dreissig Jahren auf einen Kandidaten wie Sanders gewartet. Noch nie habe in den USA ein Präsidentschaftskandidat über die Sozialdemokratie gesprochen.

Trotzdem warnt er wütende Sanders-Anhänger davor, eine Drittpartei zu wählen: Diese werde nämlich nie mehr als 2 Prozent der Stimmen holen. Die demokratische Partei von innen verändern, sei das Ziel. Kurzfristig heisse das, die bittere Pille schlucken und für Hillary Clinton stimmen.

Eine Afroamerikanerin mit ihrem Arm um einen Afroamerikaner. Beide tragen Hillary Clinton for President T-Shirts.
Legende: Finden die Sanders-Leute «unsympathisch» und werden im November Hillary Clinton wählen: Zwei Clinton-Unterstützer in Philadelphia. SRF

Nach Philadelphia gekommen sind auch jene, die vorbehaltlos hinter Hillary Clinton stehen. Zwei Clinton-Unterstützer an der Demonstration in Philadelphia sagen, sie fänden die Sanders-Leute unsympathisch. Diese würden ihre Energie verschwenden, denn ihre Kandidatin sei: Hillary Clinton.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Kellerhals (Daniel Kellerhals)
    Trump als Präsident wird den Sieg der Dumpfbacken bestätigen. Man würde sich warm anziehen müssen, um 4 kann Jahre zu überleben.
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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Mehr und mehr kommen die korrupten Aktionen der Demokraten und besonders des Hillary clans an den Tag. Trump wird keine Zurueckhaltung an den Debatten zeigen und alles ausschlachten. Letzten endes wird man sagen muessen das Hillary Trump ermoeglicht hat der zukuenftige Praesident der USA zu sein. Ich bin ueberzeugt er wird seine Sache viel besser machen als allgemain erwartet.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Interne Zerwürfnisse hüben wie drüben. Sowohl die Republikaner wie auch die Demokraten sind über ihre Auserwählten alles andere als eing. Egal wer es im November wird, es wird nicht ein von einer "ganzen" Partei getragene/r Präsident/in werden.
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