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Historische Audienz im Vatikan Papst Franziskus empfängt Erdogan

Legende: Video Beim Papst spricht Erdogan die Jerusalem-Frage an abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.02.2018.
  • Papst Franziskus und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben am Montag fast eine Stunde miteinander gesprochen.
  • Erstmals seit 59 Jahren hat der Papst ein türkisches Staatsoberhaupt empfangen.
  • Im Zentrum des Gesprächs stand unter anderem der Jerusalem-Konflikt.

Allgemein ist erwartet worden, dass Papst Franziskus die Militäroffensive der Türkei gegen die Kurden im syrischen Afrin zur Sprache bringt.

Der türkische Präsident machte allerdings die Anerkennung von Jerusalem zu einem zentralen Thema des Gesprächs. Erdogan dürfte dem Papst dafür gedankt haben, dass dieser den Entscheid der USA kritisiert hatte, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

«Sicher ist, dass sich Erdogan und Papst Franziskus in dieser Frage einig sind», sagt SRF-Korrespondent Philipp Zahn aus Rom. Sicher sei indes auch, dass sie ihre Politik unterschiedlich realisieren wollen. Symbolisch schenkte der Papst dem türkischen Staatschef einen Friedensengel. Der Engel soll die «Dämonen des Krieges» besiegen, so der Papst.

Legende: Video SRF-Korrespondent Philipp Zahn zum Besuch Erdogans abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.02.2018.

Im Vorfeld verhängten die italienischen Behörden ein Demonstrationsverbot von Sonntag- bis Montagabend. Agenturberichten zufolge organisierte das Netzwerk «Kurdistan Italien» trotz des Verbots bei der Engelsburg – unweit des Vatikans – ein Sit-In. Ebenfalls vor dem Markusdom in Venedig kam es zu Protesten gegen Erdogans Militäroffensive.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Papst Franziskus empfängt Erdogan - den Heiligen vom Bostporus - was er ihm wohl sagen wird ? Ich denke der Papst wird ihm sagen- Allah hat mir im Traum geflüstert - lass die Finger von den Kurden -denn es sind auch unsere Schwestern und Brüder .
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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Hier treffen sich zwei Gottesstaatsoberhäupter: Der Papst hat bereits seinen katholischen Vatikan, Erdogan baut an seinem osmanischen Reich und bekommt vielleicht ein paar Gratistipps dazu... Was kümmert Erdogan den Status von Jerusalem? Solange nicht die Kurden Ankara als ihre Hauptstadt ausrufen.
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  • Kommentar von Friedrich Straubinger (Friedrich)
    Ich habe so meine Probleme mit der Katholischen Kirche und auch mit so manchen Statements. Vor allem stört es mich, das Oberhäupter des Christlichen Abendlandes der Koran küssen und hier auch Stellung gegen Israel beziehen. Die Substitutionstheologie ist mitunter der Hauptgrund für ein gestörtes Verhältnis zu Israel. Erdogan macht es schon geschickt und der Jesuiten Papst bestätigt das auch noch!
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