Hoffnung auf Atomabkommen mit Iran bröckelt

Heute treffen sich Iran und die 5+1-Gruppe in Wien. Bereits im Vorfeld dämpften beide Seiten die Erwartungen.

Hassan Tajik steigt telefonierend aus einem Auto Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hassan Tajik, Irans Botschafter in Österreich, trifft für die Gespräche in Wien ein. Reuters

In Wien findet die neue Gesprächsrunde zu Irans Atomprogramm statt. Sie dauert bis Donnerstag.

Einig sind sich die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland (5+1-Gruppe) und Iran zumindest in einem Punkt: Eine Einigung wird äusserst schwierig. Irans Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei sagte bereits am Montag, die Gespräche führten nirgendwo hin.

Der Diplomatie eine Chance geben

Nur wenige Stunden später dämpfte auch ein US-Sprecher die Erwartungen. Es werde ein «komplizierter, schwieriger und langer Prozess». Die Chance für eine Einigung liege bei etwa 50 Prozent. In den nächsten sechs Monaten müsse man Jahrzehnte des Misstrauens überwinden.

Dabei mündete das letzte Treffen im November in Genf noch in einer historischen Einigung auf ein Zwischenabkommen. Iran verpflichtete sich, einige seiner Anstrengungen im Atomprogramm für sechs Monate auf Eis zu legen. Im Gegenzug wurde ein Teil der Sanktionen gegen Teheran aufgehoben. In dem halben Jahr soll ein langfristiges Abkommen unter Dach und Fach gebracht werden.