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International Horn von Afrika: Piraten streichen die Segel

Die Welt war alarmiert. Die Piraterie im Golf von Aden nahm seuchenhafte Ausmasse an. 151 Angriffe allein im Jahr 2010. Nun hat der multinationale Marine-Einsatz Früchte getragen. Die Angriffe gingen massiv zurück.

Blick an Bord der Marine-Fregatte Brandenburg. Im Vordergrund weht eine Piratenflagge.
Legende: Dem Einsatz von Fregatten wie der deutschen Brandenburg ist der Rückgang der Angriffe im Golf von Aden zu verdanken. Keystone / archiv

Man kann den Rückgang der Überfälle auf den wichtigen Seehandelsrouten am Horn von Afrika getrost drastisch nennen. 2012 brachten Piraten nur noch fünf Schiffe in ihre Gewalt. Im Jahr davor waren es noch 25.

Stacheldraht und Wasserkanonen

Die Zahl der versuchten Angriffe sei auf 30 von zuvor 151 gesunken. Eine Trendwende scheine erreicht, erklärte das deutsche Verteidigungsministerium in Berlin.

Eine Ursache für diesen Umschwung sei sicherlich der multinationale Marine-Einsatz in der Region, so der Korrespondent von «SRF 4 News» Fredy Gsteiger. Aber auch der bessere Selbstschutz der Handelsschiffe zeige Wirkung.

Die Reedereien rüsteten ihre Schiffe mittlerweile professionell auf: mit bewaffneten Sicherheitsleuten, Stacheldraht an der Reling, Wasserkanonen und Schutzräumen.

Gemeinsamer Kampf

Im Rekordjahr 2010 waren in der Region noch 47 Schiffe entführt worden. Durch das Seegebiet vor Somalia und den Golf von Aden führt die wichtigste Handelsroute zwischen Europa, der arabischen Halbinsel und Asien. 2008 startete die EU die multinationale Marineoperation «Atalanta» zum Schutz der Seefahrt in der Region.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Gafner Albert, Kallnach
    Meine Schreiben: Piraten.... 12.4.2010 Diese nicht gefangen nehmen, sondern vernichten, bevor sie ein Schiff kapern können. Nur auf diese Weise ist ein Erfolg möglich und es gibt bald wieder Ruhe. Alles andere ist purer Schwachsinn. Piraten ... 14.4.2011 Es gibt nur eine Lösung, nämlich die angreifenden Piratenschiffe zu vernichten, bevor sie angreifen und ein Frachtschiff kapern können. Punkt!! 29 Leser sind auch dieser Meinung. Jetzt scheint dies langsam erfolgreich zu werden.
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    1. Antwort von Alex Bauert, Bern
      Ihr Wunsch, dass Piraten «vernichtet» werden, ist nicht in Erfüllung gegangen. Der Aufwand für diese ist gestiegen, die Erfolgsaussichten gesunken. Mit Wasserkanonen wird kaum jemand getötet, doch verhindert man so das Kapern von Schiffen - zusammen mit Stacheldraht. Tja, Sie müssen Ihre Prognosen noch verbessern ... ;-)
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