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International In Kalifornien lebt jedes vierte Kind unter der Armutsgrenze

Zweieinhalb Millionen Kinder waren im letzten Jahr in den USA obdachlos. Das Problem wächst, obwohl sich die Wirtschaft erholt. Eine halbe Million dieser Kinder leben in Kalifornien – und sie sind unsichtbar.

Ein Mädchen isst in einer sozialen Einrichtung.
Legende: Unsichtbar, denn sie sind nicht auf der Strasse: Eine halbe Million Kinder in Kalifornien sind obdachlos. Reuters

Cayden ist fünf. Seit drei Jahren übernachtet er mit seiner Mutter mal bei Bekannten, mal in der Notschlafstelle, mal in einem Auto. Seine Mutter Christine Coggins sagt: «Mein Ex-Mann warf uns hinaus auf die Strasse.» Er, der Vater, sitzt nun im Gefängnis.

Die Frau ist an diesem Tag in die Wohnungsvermittlungsstelle für Obdachlose in San Francisco gekommen. Cayden sitzt auf dem Boden und spielt mit einem Spielzeugauto. «Cayden: Erzähl der Frau wie es ist, obdachlos zu sein», sagt seine Mutter. «Traurig», antwortet der kleine Junge. Er musste bereits mehrmals den Kindergarten wechseln und hat Lernschwierigkeiten.

Unsichtbare Obdachlose

«Es ist wirklich hart für ihn. Und das macht es hart für mich. Der einzige Weg für mich, auf eigenen Beinen stehen zu können, ist in die Schule zu gehen.» Als frühere Drogenabhängige findet sie keine Arbeit.

Der Mindestlohn kann mit den steigenden Lebenskosten nicht mithalten.
Autor: Trent RhorerChef der städtischen Sozialdienste in San Francisco

Christine und Cayden Coggins sind eine von vielen Familien in Kalifornien ohne Dach über dem Kopf. Eine halbe Million Kinder sind davon betroffen. Sie sind die unsichtbaren Obdachlosen, denn sie bleiben selten auf der Strasse. Sie kommen bei Bekannten unter oder schlafen in Notschlafstellen. «Die meisten leben in den Städten, wo der Mindestlohn mit den steigenden Lebenskosten nicht mithalten kann», erklärt Trent Rhorer, Chef der städtischen Sozialdienste in San Francisco.

Nicht genügend Sozialunterkünfte

Familien, die vom Mindestlohn von acht Dollar pro Stunde leben müssen, können die hohen Mieten nicht bezahlen. Trotz Wirtschaftsaufschwung ist die Zahl der Obdachlosenfamilien nicht gesunken. «Der Wirtschaftsboom hat viele Familien hinter sich gelassen. Hier in Kalifornien lebt jedes vierte Kind unter der Armutsgrenze», sagt Rhorer.

Was die Lage erschwert: Es gibt in den Städten nicht genügend Sozialunterkünfte. Coggins und ihr Sohn werden mindestens sechs Monate auf eine städtische Unterkunft warten müssen. Und die Stadt stellt sie für maximal sechs Monate zur Verfügung. Die prekäre Zeit ist für die beiden noch lange nicht vorbei. «Deshalb musste ich vorher weinen», sagt Coggins. «Weil er leidet. Ich höre jeden Abend, wie er sagt: Mama, wann werden wir eine Wohnung haben? Mama, werden wir immer obdachlos bleiben?»

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16 Kommentare

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  • Kommentar von j.ruf, rodersdorf
    Es ist Zeit, den Tatsachen in die Augen zu schauen: Amerika benötigt Entwicklungshilfe! Nun im Ernst: Ohne die Abhängikeit der restlichen Welt vom Petro-Dollar wäre dieses Imperium nie finanzierbar gewesen. Bis jetzt wurden sämtliche Versuche, diese Vormachtstellung in Frage zu stellen durch Repressalien und Krieg im Keim erstickt. Länder Öl und Gas nicht in $ handeln wollten, wurden jeweils zurück in die Steinzeit gebombt. Der Dollar hat jedoch ausgedient, Zeit für einen US-Reset...
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Hoch lebe Amerika und ihr Friedensnobelpreisträger. In der ganzen Welt wird Zwietracht gesät, Zerstörung und Chaos hinterlassen und die eigenen Kinder sind am verhungern. Wann endlich wird sich die Welt vereint gegen diesen Wahnsinn stemmen?
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Das Land der Freiheit ist so frei , dass Millionen Kinder Obdachlos an der Armutsgrenze leben und teilweise Hunger haben dürfen, für Kriege aber Milliarden bereit gestellt werden . Mit einen Satz gesagt , in den USA ist die Freiheit grenzenlos - was nicht rentiert darf darben und hungern , was rentiert darf kosten was es will . Wie verkommen ist dieses erst 250 Jahre junges Land - auf Blut und Tränen aufgebaut wird es auch wieder verschwinden wenn sie nicht endlich menschlich handeln .
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