In der indischen Metropole Kalkutta ist eine halb fertige Brücke eingestürzt und hat mindestens 24 Menschen getötet. Mindestens 70 wurden verletzt, wie die Polizei in der ostindischen Stadt mitteilte.
Rettungskräfte vor Ort suchen weiter nach Verschütteten. Die Wahrscheinlichkeit, noch Überlebende zu finden, sei jedoch gering, sagte der Einsatzleiter.
Viele parkende Autos und Rikschas sowie ein Bus wurden verschüttet, als ein Teil der unfertigen Autobahn-Verbindungsrampe zusammenbrach, wie Medien Augenzeugen zitierten. Die indische Polizei habe eine Untersuchung gegen die zuständige Baufirma eingeleitet, erklärte die Regionalregierung. Fünf Verantwortliche des Konzerns nahm sie unterdessen fest.
Behörden bestätigen 24 Todesopfer
Nach Angaben der für das Bauwerk zuständigen Konstruktionsfirma war ein Tragebalken umgefallen und ein weiterer zusammengebrochen. «Wir wissen noch nicht genau, was das Problem war», sagte der Sprecher der Baufirma. Demnach arbeiteten bis zu 40 Menschen auf der Baustelle.
Feuerwehr, Ärzte und Polizei waren vor Ort im Einsatz. Zudem wurden die Bergungsarbeiten von der Armee unterstützt. Anwohner bildeten eine Menschenkette, um die Rettungsarbeiten vor Schaulustigen abzuschirmen.
Indiens Ministerpräsidenten Narendra Modi sprach Opfern und Angehörigen des Unglücks sein Mitgefühl aus. Der Einsturz habe ihn «schockiert und betrübt», schrieb Modi auz Twitter.
Premier Modi drückt sein Mitgefühl aus
Nach ersten Angaben war die Brücke auf einer Strecke von rund 80 Metern zusammengefallen. Das Bauwerk führt über eine Strasse und durch eine Reihe mehrstöckiger Häuser. Die Baufirma soll finanzielle Probleme haben, die Arbeiten sollen wiederholt ins Stocken geraten sein, berichtete der Nachrichtensender India Today.
In Indien sind Unfälle dieser Art keine Seltenheit. Das Land hat einen enormen Bedarf an Häusern und Strassen. Aus Kostengründen und um Zeit zu sparen kommt es immer wieder zum Pfusch am Bau. Sicherheitskontrollen haben die Bauunternehmen kaum zu befürchten.