Zehn Menschen sind bei der Kollision von zwei Helikoptern im Norden Argentiniens ums Leben gekommen. Sie waren für Dreharbeiten für die französische Reality-Show «Dropped» unterwegs.
Unter den Toten sind die beiden argentinischen Piloten sowie acht Franzosen – darunter auch drei prominente französische Sportler: die Seglerin Florence Arthaud, die Schwimmerin Camille Muffat und der Boxer Alexis Vastine. (Eine Bildergalerie der Sportler finden Sie am Ende des Artikels.) Auch die beiden Piloten sind tot.
Sie waren grossartige Athleten, wahre Champions und Vorbilder
Die Kollision ereignete sich in der Region Villa Castelli, im bergigen Landesinnern rund 1100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Buenos Aires.
400 Meter nach dem Start stiessen die beiden Helikopter zusammen, stürzten ab und gingen in Flammen auf. Warum die Helikopter zusammen gestossen sind, ist bisher unklar.
Flaggen beim IOC auf Halbmast
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) würdigte die drei Verstorbenen als «grossartige Athleten, wahre Champions und Vorbilder».
Das IOC kündigte an, die Olympische Flagge im Hauptquartier in Lausanne drei Tage auf Halbmast zu hängen.
Auch Frankreichs Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls zeigten sich ebenfalls erschüttert.
Auch Schweizerin bei Dreharbeiten dabei
«Dropped» wird von der Produktionsgesellschaft ALP im Auftrag von TF1 an verschiedenen touristischen Orten der Welt produziert. In der Sendung werden ehemalige Spitzensportler für mehrere Tage in einer einsamen Landschaft ausgesetzt. Die Dreharbeiten für die aktuelle Staffel hatten Ende Februar in Ushuaia an der Südspitze des Kontinents begonnen.
Bei den aktuellen Dreharbeiten ist auch die Schweizer Snowboarderin Anne-Flore Marxer mit dabei. Sie sass in keinem der beiden Helikopter und blieb unverletzt.
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Bild 1 von 6. Die 57-jährige Französin Florence Arthaud gewann in ihrer Sportkarriere bedeutende Segelregatten. 1990 wurde sie von der Sportzeitung L’Équipe zu Frankreichs Sportlerin des Jahres gewählt. Es war bisher das einzige Mal, dass dieser Titel an einen Segler, eine Seglerin, ging. Bildquelle: Reuters.
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Bild 2 von 6. Die Franzosen nannten Florence Arthaud seit den 1990er-Jahren «die kleine Verlobte des Atlantiks». Arthaud starb am 9. März 2015 bei der Kollision zweier Helikopter in der Provinz La Rioja, Argentinien. Bildquelle: Reuters.
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Bild 3 von 6. Der 28-jährige Boxer Alexis Vastine (rechts) gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine Bronzemedaille im Halbweltergewicht. An den Olympischen Spielen 2012 in London (im Bild) schied er im Viertelfinale aus. Bildquelle: Reuters.
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Bild 4 von 6. Vastine feierte diverse nationale und internationale Erfolge. Seit 2010 kämpfte der Boxer für Frankreich in der «World Series of Boxing». Auch er starb am 9. März 2015 bei einem Helikopterunfall in Argentinien. Bildquelle: Reuters.
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Bild 5 von 6. Die 25-jährige Schwimmerin Camille Muffat fiel international erstmals auf, als sie 2010 bei den Kurzbahnweltmeisterschaften in Dubai über 200 Meter Freistil die Goldmedaille holte. Sie erschwamm sich auch danach weitere Medaillen und stellte Weltrekorde auf... Bildquelle: Reuters.
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Bild 6 von 6. ... so etwa im November 2012 bei den französischen Kurzbahnmeisterschaften (800 Meter Freistil). Im Sommer davor holte sie sich bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille im 400 Meter Freistil und die Silbermedaille im 200 Meter Freistil. Auch die 25-Jährige ist bei dem Helikopterunfall ums Leben gekommen. Bildquelle: Reuters.