Internationale Kommission schränkt Japans Walfang ein

Die Internationale Walfangkommission (IWC) nimmt Japan an die Kandare. Das Fangprogramm unter dem Stichwort «Wissenschaftlicher Walfang» muss künftig von IWC-Experten abgesegnet werden.

Japanische Fischer putzen Teile eines erlegten Wals. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Internationale Walfankommission will den Walfang-Bedarf der Japaner von Experten prüfen lassen. Keystone

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Schweizer übernimmt Präsidium

Die Schweiz steht neu an der Spitze der Internationalen Walfangkommission (IWC). Der Biologe Bruno Mainini, der die Schweiz seit 2005 beim IWC vertritt, ist für die kommenden zwei Jahre zum Präsidenten der Kommission ernannt worden. Mainini ist im Fachbereich Artenschutz beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) tätig.

Japan kann in Zukunft unter dem Stichwort «Wissenschaftlicher Walfang» nicht mehr so leicht Tiere erlegen wie bisher. Die Internationale Walfangkommission (IWC) beschloss, Tokio müsse sein Fangprogramm zunächst den IWC-Wissenschaftlern vorlegen, die es auf Stichhaltigkeit prüfen.

Wird sich Japan an Walfanverbot halten?

3:46 min, aus SRF 4 News aktuell vom 19.09.2014

Die IWC-Mitgliedstaaten nahmen bei der Jahrestagung im slowenischen Portoroz eine entsprechende Resolution mit 35 gegen 20 Stimmen an. Die IWC-Resolutionen sind für die Mitgliedstaaten rechtlich allerdings nicht bindend.

«Das ist ein grosser Schritt nach vorn zur Einschränkung des Wissenschaftswalfangs», sagte der deutsche Delegationsleiter Walter Dübner. Zwar sei der Beschluss rechtlich nicht bindend, doch habe Tokio schon in Portoroz signalisiert, es werde sein neues Programm den Wissenschaftlern vorlegen.

«Das Schlupfloch der Wissenschaft ist damit zwar nicht abgeschafft, aber es wurde stark eingegrenzt», kommentierte auch die Biologin Sandra Altherr von Pro Wildlife.