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International Iran rüstet Atomanlage auf

Teheran treibt sein umstrittenes Nuklearprogramm voran. Das Land installiert offenbar neue effizientere Zentrifugen für die Urananreicherung.

Aus dem Iran-Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA geht hervor, dass das Land neue Zentrifugen erfolgreich zum Laufen bringen könnte. Schon jetzt hat die Islamische Republik dem Bericht zufolge ihren Vorrat an auf 20 Prozent angereichertem Uran auf 167 Kilogramm erhöht. Für eine Atomwaffe werden in der Regel 240 bis 250 Kilogramm benötigt.

Zugleich wurde aber ein Teil des auf 20 Prozent angereicherten Urans in Brennstoff für einen Forschungsreaktor umgewandelt. So umgewandeltes Uran kann nicht mehr zum Bau einer Atombombe verwendet werden.

Kein Zugang für Inspektoren

Die UNO-Atomaufsicht bemängelte zudem, dass der Iran den Inspektoren zuletzt keinen Zugang zur Militäranlage in Parchin gewährt habe. Dies unterlaufe die Bemühungen der IAEA, Licht in das Atomprogramm zu bringen. Der Bericht dürfte die Verhandlungen der Sechser-Gruppe mit den iranischen Atomunterhändlern in der nächsten Woche überschatten.

Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Demnach soll das Programm rein zivilen Zwecken dienen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    An O. Toneatti in Bern: Da der Konflikt Israel-Palästina nicht zum eigentlichen Thema dieses Blogs gehört und zudem anzunehmen ist, dass die Tür zu Kommentaren demnächst geschlossen wird, können wir hier nicht näher darüber diskutieren. Es gibt einiges von dem richtigzustellen, was Sie behaupten, aber ich bin gern bereit, mich auf eine nähere Diskussion einzulassen, sobald ein entsprechender neuer Blog geöffnet wird - und ich bin sicher, dass das schon bald geschehen wird.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    An A. Stahel: Als kleine Ergänzung ist noch zu erwähnen, dass die iranischen Drohungen, Israel so bald wie möglich auszulöschen, nicht nur von Ahmadinedschad kommen, sondern auch vom religiösen Führer Chamenei - und wenn dieser, der über viel mehr Autorität verfügt als der vorübergehend amtierende Präsident, solche Worte sagt, wird es tatsächlich gefährlich. Noch ein kleiner Tipp: Schauen Sie mal im YouTube genauer nach, was im Iran gegen Israel produziert wird! Das ist Hass pur.
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    1. Antwort von A. Stahel, Kt. Zürich
      ...was in Israel nicht anders aussieht bzw. tönt. Mit dem Unterschied, dass in Israel der Finger am Abzug zuckt. Ich will mir gar nicht vorstellen, was los wäre, würde im Weissen Haus statt dem einigermassen besonnenen Obama ein Cowboy Marke Bush sitzen. Aber gut, ihre Meinung gegen meine. Wir werden sehen, welche Schlagzeile zuerst kommt: "Iran wirft Atombombe auf Israel" oder "Israel bombardiert Iran". Ich hoffe ja, keine davon, aber die Chancen dafür stehen leider ziemlich schlecht.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    An A. Stahel: Obwohl ich annehme, dass dieser Blog nicht mehr angeklickt wird, schreibe ich hier noch einmal. Ich muss darüber staunen, dass auch Sie mit Ihrer Bildung im anti-israelischen Mainstream mitschwimmen. Zur Klarstellung dies: 1. Das mit den Übersetzungen ist ein Märchen. Ahmadinedschad spricht zwar nur Persisch, aber seine Reden werden auch in der UNO von verschiedenen Leuten KORREKT übersetzt. 2. Auch die Israelis wissen, dass ein Angriff auf den Iran viel zu riskant wäre.
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