IS auf dem Vormarsch: Syrien ruft um Hilfe

Das Oppositionsbündnis Syrische Nationale Koalition hat den Westen um Hilfe im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) gebeten. Die IS-Terroristen haben in den letzten zwei Wochen in Syrien rund 700 Menschen getötet.

UNO-Mitarbeiter stellen ein Zelt auf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Syrien hofft, dass die UNO dem Land genauso zu Hilfe eilt wie dem Irak. Keystone

Die Syrische Nationale Koalition ruft den Westen auf, das Land gegen die islamistische Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. «Die Umstände und der Feind sind die gleichen wie in den irakischen Kurdengebieten», sagte der Bündnischef Hadi al-Bahra.

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IS-Anhänger in der Schweiz

Der IS hat offenbar auch in der Schweiz Dutzende Sympathisanten. Vor allem junge Secondos aus dem Balkan und der Türkei verbreiten die Propaganda der Organisation über Facebook, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Der Nachrichtendienst des Bundes beobachte das Phänomen mit Sorge.

«Im Namen der Menschlichkeit rufe ich die UNO und alle an die Freiheit glaubenden Länder – angeführt von den USA – dazu auf, angesichts der Situation in Syrien zu handeln», so al-Bahra weiter. Der Westen müsse schnell eingreifen, um die von den IS-Kämpfern und der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad «verübten Massaker gegen das unterdrückte syrische Volk» zu stoppen.

Mehrere Dörfer überrannt

Die IS-Kämpfer sind neben dem Irak auch in Syrien auf dem Vormarsch, wo sie Rebellengebiete im Norden des Landes unter ihre Kontrolle bringen. Die Extremisten haben nach Angaben einer oppositionsnahen Gruppe in den vergangenen zwei Wochen rund 700 Mitglieder eines Stammes getötet.

Die militanten Islamisten hatten zu Beginn des Monats mehrere von dem Stamm bewohnte Dörfer in der ölreichen und strategisch wichtigen Provinz überrannt. Dessen Mitglieder sind aus IS-Sicht «Ungläubige», weil sie sich weigerten, nach den Regeln der Terrormiliz zu leben.

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