Kampf um Mossul IS soll menschliche Schutzschilde eingesetzt haben

Ein Mann mit Gewehr in Ruinen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein irakischer Polizist in der zerstörten Altstadt von Mossul. Reuters

  • Die Terrormiliz Islamischer Staat hat der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge gezielt Zivilisten aus dem Umland nach Mossul gebracht, um sie als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.
  • Ausserdem habe der IS unzählige Menschen getötet, die zu fliehen versucht hätten.
  • Auch den irakischen Streitkräften und der US-geführten Anti-IS-Koalition wirft Amnesty Verbrechen vor: Sie sollen in bevölkerungsreichen Gegenden unpräzise Waffen eingesetzt und Tausende Zivilisten getötet haben.
  • Für die Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung Mossuls dürfe es keine Straflosigkeit geben, sagte eine Vertreterin von Amnesty.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Rückeroberung von Mossul

    Aus Echo der Zeit vom 9.7.2017

    Nach fast neun Monaten Kampf hat der irakische Premierminister Haidar al-Abadi das Ende der Schlacht um Mossul ausgerufen. Es ist ein Sieg über die Jihadistenmiliz IS in deren ehemals wichtigster Hochburg.

    Philipp Scholkmann

  • FOKUS: Leiden in den Lazaretten Mossuls

    Aus 10vor10 vom 26.6.2017

    Der Kampf um Mossul tobt - die Terror-Miliz IS steht vor ihrer grössten Niederlage. Heute hiess es, irakische Truppen hätten einen weiteren Teil der Altstadt zurückerobert. Gleichzeitig gab es Berichte über eine Gegen-Offensive des IS. «10vor10» war in Mossul, und zeigt, welchen Blutzoll die Befreiung der Stadt fordert.