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Israelische Wahlen Israel steht vor einer weiteren gescheiterten Regierungsbildung

  • Benny Gantz vom israelischen Mitte-Bündnis Blau-Weiss erhält nicht mehr Zeit für die Bildung einer Regierung. Die vierwöchige Frist läuft am Montag eine Minute vor Mitternacht aus.
  • Staatspräsident Reuven Rivlin teilte am Sonntag mit, eine Verlängerung um weitere zwei Wochen sei unter den gegenwärtigen Umständen nicht möglich.
  • Es bleibt also möglich, dass Israels Bürgerinnen und Bürger zum vierten Mal für dieselbe Entscheidung an die Urne müssen.
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Aus dem Archiv: Bibi gegen Benny – zum dritten Mal
Aus Tagesschau vom 02.03.2020.
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Benny Gantz hatte eine Verlängerung beantragt, nachdem Verhandlungen über eine grosse Koalition mit der rechtskonservativen Likud-Partei von Regierungschef Benjamin Netanjahu erfolglos verlaufen waren. Staatspräsident Rivlin teilte mit, er habe die Entscheidung nach einem Gespräch mit Netanjahu getroffen. Nach dessen Darstellung seien beide Seiten nicht nahe an einer Einigung auf eine Einheitsregierung von Likud und Blau-Weiss.

Grosse Koalition zwischen Konkurrenten

Sollten sich beide Seiten bis Ablauf der Frist am Montag nicht einigen und sich die Zahl der Empfehlungen beider Kandidaten nicht ändern, werde das Mandat für die Regierungsbildung an das Parlament gehen, hiess es in der Mitteilung. Dann könnte jeder Abgeordnete - auch Gantz und Netanjahu - versuchen, binnen 21 Tagen eine Mehrheit von 61 der insgesamt 120 Parlamentarier für eine Regierungskoalition zu finden. Scheitert dies, muss Israel zum vierten Mal wählen.

Sollten sich jedoch bis Ablauf von Gantz' Frist am Montagabend die Umstände ändern und beide Seiten vom Präsidenten eine Verlängerung erbitten, werde Rivlin seine Entscheidung neu überdenken, hiess es.

Israel wird seit Ende 2018 von einer Übergangsregierung unter Netanjahu verwaltet. Am 2. März hatten die Bürger zum dritten Mal innerhalb eines Jahres ein neues Parlament gewählt. Dabei gab es erneut keinen klaren Sieger, aber der Blau-Weiss-Vorsitzende Gantz erhielt wegen mehr Empfehlungen den Auftrag zur Regierungsbildung. Er strebte vor dem Hintergrund der Corona-Krise eine grosse Koalition mit Netanjahu an. Die Bemühungen dazu sind aber ins Stocken geraten.

SRF 4 News, 12.04.2020, 15:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Schon wieder neue Wahlen ?
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die weltweite COVID-19-Pandemie, zeigt sehr deutlich auch "Schwächen" in Systemen, wirtschaftspolitisch, Weltwirtschafts- Abhängigkeiten, Schwachstellen auf! Es ist zu hoffen, dass der Bundesrat, das Schweizer Parlament,zuständige Ämter, Behörden, dementsprechende, zukünftige Änderungen vornehmen werden!
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Nethajahu verfolgt nur eigene Interessen. Er muss an der Spitze bleiben sonst wird ihm der Prozess gemacht, korrupter Politiker. Eine Schande und auch hier ist wie in den USA und anderen Ländern das Volk das unter diesen Machtspielen leidet.
    1. Antwort von Reto Frischknecht  (refrisch)
      Ja das ist wohl so. Allerdings gibt das Volk solchen Typen wie Benjamin Netanjahu noch immer mehr Stimmen als jedem anderen Kandidaten. Das Volk kriegt was es wählt.
    2. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Ich habe noch nie einen Menschen gefunden, der dies nicht tun würde. Egoismus ist teil der Menschlicher Natur. Dafür fremde Regierungen und fremde Länder zu deskriditieren ist fehl am Platz.