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Der Verurteilte mit Angehörigen
Legende: Während der Urteilsverkündung sass der in Zivil gekleidete Verurteilte zwischen seinen Eltern. Keystone
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Urteil bestätigt Israelischer Soldat muss 18 Monate ins Gefängnis

Ein israelisches Berufungsgericht hat in Tel Aviv die Verurteilung eines Soldaten wegen Totschlags an einem palästinensischen Attentäter bestätigt. Das Militärgericht wies einen Antrag der Verteidigung auf Freispruch ab.

Video
Aus dem Archiv: Urteil in Israel
Aus Tagesschau vom 21.02.2017.
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Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt und eine heftige Kontroverse ausgelöst. Der Kampfsanitäter hatte im März 2016 in Hebron einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Attentäter mit einem Kopfschuss getötet. Ein Mitarbeiter einer Menschenrechtsorganisation filmte den Vorfall.

Ein Militärgericht befand ihn im Januar des Totschlags schuldig und verurteilte ihn später zu 18 Monaten Haft. Verteidigung und Anklage hatten das Urteil angefochten.

Dutzende von Anhängern des Angeklagten demonstrierten vor dem Militärhauptquartier in Tel Aviv. Sie schwenkten israelische Flaggen und forderten einen Freispruch. Viele Israelis sehen in dem Mann einen Helden, andere verurteilen seine Tat als Mord.

Das Berufungsgericht entschied, die Zeugenaussagen von Kameraden gegen den Mann seien glaubwürdig. Ein anderer Soldat hatte ausgesagt, der Verurteilte habe gesagt, der Attentäter habe es «verdient zu sterben», bevor er feuerte.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Friedrich Straubinger  (Friedrich)
    Wie sollte man mit Terroristen umgehen? Warten bis der Attentäter eine zweite Chance bekommt um zu töten, was die Absicht der Palästinenser auch war? Aber wie so oft wird aus dem Täter dann ein Opfer. Offensichtlich muss es erst vor der eigenen Haustür geschehen, damit man anfängt ein wenig umzudenken. Nicht das ich dieses Vorgehen des Soldaten gutheiße, aber die hier gezeigte Doppelmoral ist mal wieder typisch für den Mainstream!
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    18 Monate für einen kaltblütigen Mord und ein klares, dokumentiertes Kriegsverbrechen, das zeigt wie Israel die Palästinenser immer noch als Untermenschen betrachten. Iran ist die einzige Hoffnung für Palästina. Der Kolonialismus muss enden, nie wieder Kooperation mit Apartheid-Regimes.
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  • Kommentar von Jens Mueller  (Jens Mueller)
    Er ist ein Held und ich hätte mir auch ein Freispruch gewünscht da sowieso Israel im Krieg ist und Kriegsrecht bestehen sollte. Daussende werden weiterhin protestieren und dann kommt er schon wieder frei.
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    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Eine Exekution ist keine Heldentat.
    2. Antwort von Thomas Schlegel  (teschle)
      Haben Sie jemals das Video gesehen welches die Tat zeigt? Ich war selber Offizier, doch dass was da passiert war, war eine klare Hinrichtung. Ihre Aussage ist völlig unverständlich und unüberlegt.
    3. Antwort von Daniel Unedan  (D. Unedan)
      Wenn in Israel Kriegsrecht zählen würde, wäre der Mann Kriegsverbrecher, da er einen offensichtlich kampfunfähigen Gegner hingerichtet hat. Da da offiziel ja kein Krieg ist, ist er halt "nur" Mörder.
    4. Antwort von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
      Damit wäre auch jeder Selbstmordattentäter ein Held, da er sich opfert um dem Feind zu schaden.
    5. Antwort von Joel Busch  (Joel)
      Herr Müller, Sie sollten vielleicht mal die Grundlagen des Kriegsrechts lernen bevor sie so einen Unsinn verzapfen. Wissen Sie wozu die ersten Formen des Kriegsrechts überhaupt erschaffen wurde? Zum Schutz von Verwundeten, selbst wenn sie Feinde sind.
    6. Antwort von Friedrich Straubinger  (Friedrich)
      "Damit wäre auch jeder Selbstmordattentäter ein Held, da er sich opfert um dem Feind zu schaden." Solche Aussagen erschrecken ein, denn die Absicht eines Selbstmordattentäters ist es soviel Unschuldige wie möglich mit in den Tod zu reißen. Traurig wenn man so argumentieren muss!