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Legende: Audio Renzi: Europa braucht neue Visionen abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 24.05.2019.
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Italiens Ex-Premier beim SEF Matteo Renzi und seine Europa-Visionen

  • Als Gast des Swiss Economic Forum in Interlaken gab Italiens Ex-Premier Matteo Renzi gegenüber Radio SRF Einblick in seine Vision für den Alten Kontinent.
  • Dabei zeigt er sich mit Blick auf die Europawahl verhalten optimistisch, was das Abschneiden der stabilisierenden Kräfte anbelangt.
  • Doch auch er fordert Veränderungen in der EU-Politik.

Europa wählt sein Parlament. Einer, der sich vor Jahren stark für dieses gemeinsame Europa eingesetzt hatte, war Matteo Renzi. Der Italienische Ex-Premier wurde gefeiert als neuer Stern am italienischen Polit-Himmel: Er wollte Italien umbauen, hatte grosse Pläne mit Europa – und erlitt Schiffbruch. Seine Verfassungsreform scheiterte an der Urne, seine politische Karriere wurde abrupt geknickt.

Gestern war Renzi Gast am Swiss Economic Forum in Interlaken und gewährte Radio SRF Einblick in seine momentane Haltung zur EU-Politik.

Mit Blick auf die Wahl verhalten optimistisch

Matteo Renzi ist nach wie vor überzeugter Europäer – und mit Blick auf den Wahlsonntag verhalten optimistisch. Die Populisten würden bei den Wahlen zulegen, die europafreundlichen Kräfte würden aber die Oberhand behalten.

Renzi gibt sich auch selbstkritisch. Die Welt ändere sich. Veränderungen würden Unsicherheiten mit sich bringen, die habe auch er als ehemaliger Premierminister mitzuverantworten.

Mut um vorwärts zu denken

Die Populisten würden nun diese Ängste schüren. Das Problem sei: Italien und Europa verharren in der Vergangenheit. Es brauche nun den Mut, vorwärts zu denken. Er glaube an das Europa der Kinder, nicht der Väter, das Europa der neuen Technologien. Dieses Europa habe eine Zukunft, und sie würden dieses auch bauen.

Europa-Freund Matteo Renzi ist nach wie vor ein begnadeter Redner. Entsprechend stösst er bei den Schweizer Unternehmern am SEF auf ein interessiertes Publikum.

Eine andere Vision für Italien

In Italien selbst steht er hingegen politisch auf verlorenem Posten. Selbst sein eigener Partito Democratico geht zu ihm auf Distanz. Doch – in der italienischen Politik ist schon manch Totgesagter ins Rampenlicht zurückgekehrt. Renzi selbst redet nicht direkt von seinem Comeback.

Er hat eine andere Vision für sein Land: Junge Leute sollen ans Steuer. Und – es sei Zeit für eine Frau an der Spitze einer künftigen italienischen Regierung. Doch reif dafür ist Italien wohl erst in ein paar Jahren.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von werner zuercher  (Werner Zuercher)
    Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Das sagte einer der noch ein echter Sozialdemokrat war. Der wusste, woher er kam, für wen er in der Politik saß! Wer ihm das Politiker Gehalt erarbeitete! Nicht abgehoben so weit über dem Fußvolk saß, dass er die Verbindung verloren hat! Sein Name war Helmut Schmidt! Die Visionen von Leuten wie Renzi, Macron, Merkel, Juncker, Weber, Habeck, Maas, etc. können nur von Irrenärzten kuriert werden. Und lassen den Steinzeitkommunismus, Sozialismus zurückkehren.
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  • Kommentar von L. Leuenberger  (L.L.)
    Ein gescheiterter Zentralist und Visionär kommt wieder einmal zu Wort.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      ... der aber den sozialen Anliegen Italiens und allen Linken einen Bärendienst erwiesen hat?
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Es ist schon beachtlich, wie tolerant die meisten Öffentlichkeiten sind gegenüber dem Rezycling von Politikern, vor allem männliche Politiker, ist. Diese können ein Land noch so an die Wand gefahren haben, sie poppen wie das Amen in der Kirche immer und immer wieder auf. Dabei gibt es in Italien, wie in allen anderen Ländern, so viele gute, kluge Leute. Wirklich die PolitikerPolitk ist einer Demokratie nicht mehr gewachsen. Die EU ist per se demokratieinkompatibel und auch ein Auslaufmodell.
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