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International IWF will Ukraine vor Staatspleite retten

IWF-Chefin Christine Lagarde kündigt milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine an. Damit sollen unter anderem staatliche Unternehmen reformiert werden. Internationale Gläubigerstaaten wollen sich mit zusätzlichen Milliarden an der Rettung beteiligen.

Lagarde bllickt ernst.
Legende: Die IWF-Chefin Christine Lagarde will die krisengeschüttelte Ukraine vor der Staatspleite retten. Keystone

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die Ukraine finanziell unterstützen. Wie IWF-Chefin Christine Lagarde heute mitteilte, soll das Land nach diesem vorläufigen Plan zunächst 17,5 Milliarden Dollar erhalten. Das auf vier Jahre angelegte Hilfspaket muss allerdings noch von den Entscheidungsgremien des IWF abgesegnet werden.

Finanzpaket im Volumen von 40 Milliarden Dollar

Die Verhandlungen werden aber nicht nur mit dem IWF geführt. Die Ukraine steht in Kontakt mit internationalen Gläubigerstaaten, um die finanzielle Situation des krisengeschüttelten Landes zu stabilisieren. Nach Lagardes Worten geht es insgesamt um ein Finanzpaket im Volumen von 40 Milliarden Dollar.

Die bisherige internationale Hilfssumme von 17 Milliarden Dollar galt zuletzt als nicht ausreichend, um das krisengeschüttelte Land finanziell zu stützen. Vor allem wegen des Krieges im Osten des Landes mit pro-russischen Separatisten steht das Land am Rande der Staatspleite.

«Ein ehrgeiziges Projekt»

Die Regierung in Kiew sei bereit, umfassende Reformen umzusetzen, sagte Lagarde. «Das Programm ist ehrgeizig, es ist ein starkes Programm, und es ist nicht ohne Risiko», sagte die IWF-Chefin. Aber es sei auch «realistisch».

Die Ukraine steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Regierung hat nach ihren Worten unter anderem zugesagt, das Bankenwesen zu restrukturieren, staatlichen Unternehmen zu reformieren, Energietarife weiter zu erhöhen und weiter im Kampf gegen die Korruption voranzukommen. Zugleich soll das soziale Netz gestärkt werden.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Nach Lagardes Worten geht es insgesamt um ein Finanzpaket im Volumen von 40 Milliarden Dollar. Und so versucht EZB, IWF und EU mit allen Mitteln einen Staatsbankrott zu vermeiden. Diese 40 Milliarden würden dann wieder in die Banken fliessen und der Zins würde fällig, der Zug fährt ungebremst weiter dem Abgrund entgegen.
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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Die einzigen die die Ukraine vor der Pleite retten können sind die Russen. Die haben 33 Mia ausstehend. An Bonds sind es 19 Mia. Bleiben die Russischen Banken hart gibt es weder Zins noch Kapitalverzicht für die Ukraine. Die IWF Gelder im Total würden gerade mal knapp ausreichen die Bonds bis 2016 zu begleichen. Bleiben die Russen hart nützt der Verzicht der Westgläubiger nichts und die Ukraine muss alles bezahlen. Kein Perspektive für ein Land, dass die reichste Gegend bombardiert.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Ein rein politischer Entscheid. Ein entsprechender Wink aus dem US-Kongress, resp. Weissen Haus an die Adresse von Mme. Lagarde halte ich für wahrscheinlich. In diese Richtung zielt auch der Kommentar des Regierungsmitglieds der Bundesregierung im Morgenmagazin der ARD. "Die EU kann einerseits stolz sein, dass die Konferenz in Minsk ohne Beteiligung der USA durchgeführt wurde, andererseits ist es eine Illusion zu glauben, dass der Konflikt ohne Zutun der USA von Erfolg gekrönt sein wird."
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