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Schwere Explosion am Flughafen der jemenitischen Stadt Aden
Aus News-Clip vom 30.12.2020.
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Jemen Tödliche Explosion am Flughafen von Aden

  • Bei einer schweren Explosion am Flughafen der jemenitischen Stadt Aden sind nach neuesten offiziellen Angaben mindestens 25 Menschen getötet und 110 weitere verletzt worden.
  • Auch ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz im Jemen wurde nach Angaben der Organisation getötet.
  • Die Explosion ereignete sich kurz nach der Landung eines aus Saudi-Arabien kommenden Flugzeuges mit der neuen Regierung des Jemens.
  • Der Regierungschef und seine Mitglieder sind nach Angaben von Informationsminister Muammar Al-Erjani aber wohlauf.

Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hatte die 24 Minister der neu gebildeten Regierung am Samstag in einer Zeremonie in Saudi-Arabien vereidigt. Die neue Regierung besteht sowohl aus Vertretern des Nordens als auch des Südens und folgt auf ein Abkommen, auf das sich die Konfliktparteien 2019 in Saudi-Arabien geeinigt hatten. Das neue Bündnis der Regierung des Jemens mit den Separatisten des Südens soll deren Machtkampf in dem Bürgerkriegsland beilegen.

Der UNO-Sonderbeauftragte für den Jemen, Martin Griffiths, schrieb auf Twitter: «Ich verurteile den Angriff auf den Flughafen von Aden bei der Ankunft des Kabinetts und die Tötung und Verletzung vieler unschuldiger Zivilisten.» Sein Beileid gelte allen Hinterbliebenen der Opfer. Griffiths wünschte dem Kabinett Kraft, sich «den schwierigen Aufgaben zu stellen». «Diese inakzeptable Gewalttat ist eine tragische Erinnerung daran, wie wichtig es ist, den Jemen dringend auf dem Weg des Frieden zurückzubringen.»

Ein bitterarmes Land

Das Land auf der Arabischen Halbinsel ist einer der ärmsten Staaten der Welt. Der Bürgerkrieg, in dem ein Bündnis unter Führung Saudi-Arabiens seit 2015 gegen die Huthis kämpft, hat das Leid der Menschen noch deutlich vergrössert. 24 Millionen Menschen – rund 80 Prozent der Bevölkerung – sind heute auf irgendeine Form von humanitärer Hilfe angewiesen.

SRF 4 News, 30.12.2020, 15:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Wer ist Schuld am Krieg in Jemen? Keine Frage: Wir! Wir liefern Waffen und beuten aus. Ohne uns hätten die Einheimischen keine Waffen und würden in friedlicher Nachbarschaft leben so wie alle Stämme auf der ganzen Welt vor uns im ewigen Frieden gelebt haben. Wer's glaubt wird selig.
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  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Es ist kein Bürgerkrieg in Aden - ein Bürgerkrieg wäre längst entschieden. Vielleicht wollen die Einheimischen die von Saudi-Arabien gestützte Regierung nicht - wäre ja möglich. Jemen wird von Saudi-Arabien und seinen Verbündeten ("den Guten") bombardiert. Dadurch wurde das arme Land zu einem bitterarmen Land. Wahrscheinlich wünschen sich die Menschen in Jemen, dass "die Guten" nach Hause gehen mögen und sie in Ruhe lassen.
    "Terrorismus ist der Krieg der Armen" Zitat Peter Ustinov.
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Möglicherweise ja. Aber dann regiert vielleicht ein Stamm aus der Region Sadaa oder Taiz, und dann mögen dies die Stämme aus dem Hadramaud oder Marib nicht, oder Aden will grösser ein als Sanaa... Und dann geht es im Jemen auch wieder zu wie schon seit beinahe immer und ewig. Darum ist dieser Staat, oder Staaten (Nord / Südjemen) so anfällig für Machtpolitik der Blöcke.
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    2. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Die Lage istverworren in Jemen. Der Präsident, der nur mit Hilfe von Saudi-Arabien an die Macht kam, ist schon einmal vertrieben worden. Deshalb wäre es m.E. klüger, die Menschen im Jemen selber entscheiden zu lassen, wer regieren soll. Die "westl. Wertegemeinschaft" sollte aufhören andere Länder mit Gewalt zu "demokratisieren. Jemen hat das grosse Pech, an einer strategisch wichtigen Lage zu liegen, denn sämtliche Öltanker aus dem arabischen Raum müssen die Meerenge Bab al-Madab passieren.
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    3. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      @momi: Wie recht sie haben. Eigene Erdölvorräte, strategisch hervorragende Lage, touristisch äusserst interessant. Vor ca. 2000 Jahren als "arabia felix" bezeichnete Region zerstritten bis zum geht nicht mehr. Ich hatte das Glück, Ende der 80er Jahre (zwischen zwei Bürgerkriegen...) die beiden Jemen kurz zu besuchen.
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