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Anti-Rassismus-Kundgebung vor Trump-Kundgebung in Tulsa
Aus Tagesschau vom 20.06.2020.
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«Juneteenth» Tausende Amerikaner erinnern an Sklaverei

155 Jahre nach dem Ende der Sklaverei in den USA stand der Gedenktag im Zeichen des Kampfes gegen Rassismus.

In den USA haben Demonstrierende im ganzen Land an das Ende der Sklaverei vor 155 Jahren erinnert und zumeist friedlich gegen Rassismus protestiert. Von New York über Chicago bis nach Oakland fanden Kundgebungen, Märsche und Autokorsos anlässlich des «Juneteenth»-Tages statt.

Statue gestürzt

In Washington D.C. rissen Demonstranten allerdings die einzige Statue eines Südstaaten-Generals in der Hauptstadt herunter, warfen brennbares Material auf das über drei Meter hohe Standbild von Albert Pike und legten Feuer. Dazu riefen sie «Ohne Gerechtigkeit keinen Frieden!» und «Keine rassistische Polizei!».

In der Bucht von San Francisco stürzten sich viele Hundert Schwimmer für eine Protestaktion ins Meer. Vor der Kulisse der historischen Alcatraz-Gefängnisinsel hielten sie schwimmend ein grosses «Black Lives Matter»-Schild hoch.

Zum Feiertag erklärt

In New York entfiel wegen der Corona-Pandemie der übliche Strassenumzug im Viertel Harlem. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte an, dass «Juneteenth» von kommendem Jahr an ein Feiertag in der Stadt sei und dann beispielsweise Schulen geschlossen bleiben. Die Metropole folgt damit dem Bundesstaat New York und zahlreichen anderen US-Staaten.

Die Gedenkveranstaltungen standen im Zeichen der aktuellen Anti-Rassismus-Kundgebungen, die seit der Tötung des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai in Minneapolis im ganzen Land anhalten.

«Juneteenth», auch «Freedom Day» genannt, ist jedes Jahr am 19. Juni. An diesem Datum im Jahr 1865 – kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg – hatte eine entsprechende Proklamation in Texas das Ende der Sklaverei verkündet.

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Aus dem Archiv: 400 Jahre Sklaverei
Aus Tagesschau vom 23.08.2019.
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SRF 4 News, 20.6.20, 10 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Das Problem zu lösen wird sehr, sehr lange dauern. Es müssen Strukturen geschaffen werden, die den Afro-Amerikanern faire Behandlung garantieren, dazu gehört aber auch dass diese die Strukturen annehmen und akzeptieren. Das ist alles nicht einfach und braucht viel Geduld und Arbeit.
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  • Kommentar von Tom Maier  (MaTo)
    die USA haben einen ganzen Berg an ungelösten Problemen vor sich auf getürmt. Das nie gelöste Rassenproblem ist nur eines davon. Aber anstatt die Wogen zu glätten und versuchen das dieses eine Prolbem nicht auf die Anderen übergreift spritzt der oberste Staatsführer noch Benzin ins Feuer. Und der rechte Mainstream feiert ihn noch als Helden, schizophrener gehts nicht mehr.
    Suchen wir die Distanz, das geht nicht gut.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet  (xyzz)
    Trump dreht weiter an der Eskalationsschraube und spaltet die USA,gleicht einem riskanten Ritt auf der Rasierklinge bei höchst aufgeheizter Stimmung und macht deshalb seine Kundgebung in Tulsa.Das Massaker von Tulsa vom 31. Mai und 1. Juni 1921, auch als Massaker von Greenwood oder das Black Wall Street Massacre bekannt, zählt zu den verheerendsten Rassenunruhen in der amerikanischen Geschichte. Bei diesem Ereignis kamen nach späteren Schätzungen des Bundesstaats bis zu 300 Menschen ums Leben.
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