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Vatikan schafft «päpstliches Geheimnis» bei Missbrauch ab
Aus Heute um Vier vom 17.12.2019.
abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
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Kampf gegen Missbrauch Franziskus schafft «päpstliches Geheimnis» ab

  • Papst Franziskus hat das sogenannte «päpstliche Geheimnis» bei Missbrauch von Kindern durch Priester abgeschafft, wie der Vatikan mitteilt.
  • Damit gehen nun Aussagen in Prozessen der Kirche zu Kindsmissbrauch auch an zivile Behörden.
  • Die Entscheidung ist eine Folge des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan im Februar, zu dem der Papst alle Bischöfe der Welt geladen hatte.
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Aus dem Archiv: Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan
Aus Tagesschau vom 21.02.2019.
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Priester, die Kinder oder Jugendliche sexuell missbraucht haben, sollen nicht mehr durch das päpstliche Geheimnis vor Strafverfolgung geschützt sein.
Damit schafft das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mehr Transparenz und erfüllt eine zentrale Forderung von Kinderschutzverbänden.

Zudem veranlasste der Papst eine Änderung beim Alter von Kindern, die Opfer von pornografischen Darstellungen sind: Es gehört nun zu den schwersten Straftatbeständen, wenn diese Bilder von Kindern im Alter von bis zu 18 Jahren verbreitet oder besessen werden. Bisher war das Höchstalter 14 Jahre.

Wegweisender Entscheid

Die Entscheidung ist eine Folge des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan im Februar, zu dem der Papst alle Bischöfe der Welt geladen hatte. Der Erzbischof von Malta und einer der engsten Papst-Berater beim Thema Missbrauch, Charles Scicluna, sprach von einer «epochalen» Entscheidung.

Der massenhafte Missbrauch von Kindern hatte die katholische Kirche in eine ihrer schwersten Krisen gestürzt. Schon Franziskus' Vorgänger Benedikt XVI. kündigte totale Transparenz an, was viele Kritiker aber immer noch nicht für durchgesetzt halten.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Solange Sexualstraftaten von "Rechts" wegen, weiterhin als "Kavaliersdelikte" verhätschelt gehandhabt werden, gibt es weder Gerechtigkeit, noch Sicherheit für die lebenslang traumatisierten Opfer und weitere Opfer...! Ausgerechnet die "Herren" der katholischen Kirche, etc, laufen weiterhin frei herum - in "Gottes Namen"! Was für eine heuchlerische, kriminelle "Bruderschaft" und das seit Urzeiten! Was für eine unfähige Justiz!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Also, für mich ist klar, dass Priester und andere kirchliche Angestellte und zudem alle Politiker und Regierungschefs und Präsidenten der Welt niemals als vor der Rechtssprechung und allfällig nötigen Untersuchen immun erklärt werden dürfen. Das ist ein Witz, das ist ungerecht: Also keine Immunität mehr!
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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    sexueller missbrauch an kindern (jungen und mädchen) ist ein kapitalverbrechen. es zerstört das leben der opfer nachhaltig. und dass ausgerechnet mitglieder der kirche solche verbrechen begehen, das ist besonders schändlich. aber man darf nicht den fehler begehen und glauben, die täter seien nur täter wegen des zölibat, oder weil sie pädophil oder etwa homosexuell wären. sexueller missbrauch wird meistens von heterosexuellen männern begangen, oft verheiratet, meist aus dem umfeld der opfer.
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