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International Kandidaten im Video: «Desaster» und «verrottete Establishments»

Die Sieger des «Super Tuesday» stehen fest: Trump hat in mindestens sieben von elf Bundesstaaten die meisten Stimmen geholt, Clinton gewann ebenfalls in sieben von elf Bundesstaaten. Doch die innerparteilichen Konkurrenten wollen noch nicht aufgeben. In ihren Reden zeigen sich alle selbstbewusst.

Die Hochrechnungen zeigen eigentlich ein klares Bild: Bei den Demokraten liegt Hillary Clinton klar vor Bernie Sanders: Sieben von elf Bundesstaaten, in denen demokratische Vorwahlen stattfanden, konnte sie für sich entscheiden. Kein Wunder also, richtet sie in der Rede an ihre Anhänger die Augen bereits auf ihren möglichen Herausforderer aus dem gegnerischen Lager:

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«Amerika zu spalten, ist falsch»
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
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«Anstatt Mauern zu bauen, werden wir Schranken einreissen», sagte Clinton als Seitenhieb auf Donald Trump. Nie sei die Rhetorik auf der gegnerischen Seite niveauloser gewesen. «Zu versuchen, Amerika zu spalten, ist falsch. Wir werden das nicht zulassen», meinte Clinton weiter.

Ihr Konkurrent Bernie Sanders, der sich in mehreren Staaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Clinton lieferte, und in vieren gewann, dankte den Wählern in seinem Heimatstaat Vermont für ihre Unterstützung:

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Sanders dankt seinem Heimatstaat
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
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Sein Sieg bedeute ihm hier besonders viel. Denn in Vermont hätten jene Leute, die ihn am besten kennen, dafür gestimmt, ihn ins Weisse Haus zu bringen.

Republikaner schiessen gegen Trump

Auf republikanischer Seite kann sich vor allem Donald Trump freuen. In sieben von elf Staaten konnte er die innerparteiliche Konkurrenz besiegen. Entsprechend siegessicher präsentierte er sich vor seinen Anhängern. Und er scheint davon auszugehen, gegen Hillary Clinton ins Rennen ums Präsidentenamt zu gehen. Denn seine Breitseite war nicht gegen seine republikanischen Herausforderer gerichtet:

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Trump kritisiert Clinton
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
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Er habe Clintons Rede gesehen. Immer spreche sie von Löhnen, von Armut und wieder Armut. «Clinton ist schon so lange in der Politik. Wenn sie es bisher nicht geschafft hat, die Probleme zu lösen, wird sie es auch in vier Jahren als Präsidentin nicht schaffen.»

Während sich Trump bereits auf Clinton einschiesst, versuchen seine republikanischen Konkurrenten nach wie vor alles, um ihn zu verhindern. Keiner der Kandidaten hat bisher seinen Rückzug aus dem Rennen ums Präsidentenamt bekanntgegeben:

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Rubio wirft Trump vor, ein Hochstapler zu sein
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
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Marco Rubio, der einzig den Bundesstaat Minnesota für sich gewinnen konnte, warf Trump vor, ein Hochstapler zu sein: «Wir werden beweisen, dass die Partei von Lincoln und Reagan und das Präsidentenamt der USA nie in den Händen eines Hochstaplers landen werden.»

Auch Ted Cruz, der in Texas, Alaska und Oklahoma die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, will Trump die Bühne nicht allein überlassen:

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Cruz: «Die Wahl von Trump wäre ein Desaster»
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
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Trump als Präsidentschaftskandidat wäre «ein Desaster» für die Republikaner, für alle Konservativen und für die Nation, so Cruz: «Unsere Kampagne ist die einzige, die Trump besiegen kann, die ihn bereits besiegt hat – und die ihn am Ende besiegen wird.»

Selbst die beiden Kandidaten, die am «Super Tuesday» keinen Bundesstaat für sich gewinnen konnten, geben nicht auf:

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Kasich will Trump besiegen
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
abspielen. Laufzeit 39 Sekunden.

John Kasich rechnet sich Chancen aus, bei künftigen Vorwahlen in Mississippi und seinem Heimatsstaat Ohio zu gewinnen. Und der ehemalige Neuro-Chirurg Ben Carson, obwohl weit abgeschlagen, glaubt, dass Millionen von Amerikanern einen «ehrlichen» Kandidaten ausserhalb des «verrotteten» politischen Establishments wollten:

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Carson will weitermachen
Aus News-Clip vom 02.03.2016.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 13 Sekunden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Rubios Schuss mit Lincoln und Reagan ging aber tüchtig nach hinten los. Reagan war wie Trump ein Quereinsteiger, Macher und Hardliner. Reagan mischte das bequem gewordene Politestablishment auf und hatte bei seiner Präsidentschaftskandidatur bereits einige Erfolge vorzuweisen, u.a. die Sanierung der Staatskasse Kaliforniens. Langweilige und erfolglose Berufspolitiker wie Rubio oder Clinton sind in den USA nicht mehr gefragt.
  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Trump und Clinton sind all den chancenlosen Mitbewerbern auf das Präsidialamt zu tiefem Dank für Ihre Durchhalteparolen verpflichtet. Nur durch das verzetteln von Wählerstimmen kann sich keiner der Konkurrenten Donald und Hillary an die Versen Heften, abgesehen davon haben weder die Republikaner noch die Demokraten wirklich jemanden entgegenzustellen- "Wer zu spät kommt bestraft das Leben".